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Bewertungen von Leser/innen

  • Ninas Monster. Zuhause gesucht von Rüdiger Bertram

    Auf dem Cover ist der Bus mit den defekten Bremsen zu sehen, den Oma fährt und dass das große Monster Walter bremsen muss. Auch im Buch sind noch einige dieser witzigen Zeichnungen zu sehen.
    Nach der Rettung der fünf unterschiedlichen Monster aus er Firma Franken & Stein leben diese bei Oma, die als Influencerin tätig ist, in er großen Halle. Leider haben die Besitzer der Monsteragentur die Monster dort gefunden und beobachten nun die Halle. Deshalb will Nina die Monster möglichst unauffällig zu sich nach Hause bringen. Doch unauffällig sind Monster nie und schon beim ersten Mal gab es große Probleme mit Walter in der kleinen Wohnung. So kommt Nina auf die Idee für ihre Schützlinge Leute zu finden, die ihre Besonderheiten zu schätzen wissen.
    Auch dieser zweite Band ist wieder turbulent und abenteuerlich. Die Monster und Nina wachsen mit immer mehr ans Herz. Ein herzerfrischendes Buch für Grundschüler, sicher auch schon zum Selberlesen.

  • Mein Pop-up-Raumschiff von Joalda Morancy

    Das Cover zeigt das Raumschiff und wir können durch die Fenstern ins Innere schauen. Dann öffnen wird die Schleife und dann können wir dreidimensional ins Raumschiff schauen. 90 Grad öffnet sich zunächst das Cockpit. Zwei Personen sind auf ihren Sitzen angeschnallt, eine Person schwebt waagerecht mit einem Tablet in der Hand und auch unter der Decke hängt ein Astronaut falsch herum. Neben den gezeichneten Geräten sind auch Türen zu öffnen und die Inhalte wie gruselige Tiere im Glas zu entdecken. Durch das Fenster sehen wir Planten. Im zweiten Viertel erleben wird die Astronautinnen und Astronauten in ihrer Freizeit. Sie spielen, machen Sport und die zu öffnenden Türen führen zum Beispiel auf die Toilette. Dann folgt der Arbeitsbereich, hier kümmert die Besatzung am Pflanzen. Nach der Landung sehen wird die Geologen, die den Boden erforschen.
    Das Buch bietet durch seine 3- Dimensionalität eine Anschaulichkeit, die ein Buch so nicht leisten könnte. Neben den Klappen, die sich für interessante Dinge öffnen, gibt es kleine erklärende Texte. Ein faszinierendes Buch, dass neugierigen Kindern einen tollen Einblick bietet.

  • Die drei aus Reihe zwei von Silke Schlichtmann

    Da bekommt eine 4. Klasse eine neue Lehrerin und die bringt auch gleich Gummibärchen mit, aber leider nur am ersten Tag. Danach wird es sehr schwierig für alle, denn Frau Freund gibt der Klasse eine neue Sitzordnung und deshalb sitzen Olga, die gerne mal zu haut, Mesut, der sich immer sehr gewählt ausdrückt und der auch sehr höflich ist und Horst, der hier alles für uns aufgeschrieben hat, nebeneinander. Die Drei haben sonst nicht gemeinsam, aber durch einen dummen Zufall gibt ihnen Frau Freund eine nicht zu bewältigende Aufgabe. Die Drei sollen es schaffen, dass es nicht mehr zu laut ist, sich die Kinder häufiger melden und dass nicht mehr so viel gepupst wird. Sollten sie die Aufgabe nicht lösen, fällt die Klassenfahrt aus. Da Horsts Geschwister ihn, weil er noch nie auf Klassenfahrt war, nicht für voll nehmen, ist es für ihn besonders wichtig, dass sie eine Lösung finden. Aber wie?
    Ich habe an manchen Stellen laut lachen müssen, so witzig ist die Geschichte zeitweilig. Aber sie zeigt auch wie wichtig der Zusammenhalt der Klasse auch für die Lehrerin ist und dass wenn man aufeinander eingeht, viel erreicht, werden kann. Es ist schön zu erleben, wie die Drei so unterschiedlichen Typen lernen Rücksicht aufeinander zu nehmen und den anderen besser verstehen lernen. Auf dem Cover sind die Olga, Mesut und Horst in einer für sie typischen Haltung abgebildet und auch im Buch gibt es noch einige schöne Zeichnungen.

  • Ist ein Elefant winzig klein? von Silke Schlichtmann

    Ein quadratisches Pappbilderbuch mit gelben Cover und einem kleinen Elefanten liegt vor mir und ich ziehe oben eine Pappe heraus auf der „Nein, nein, nein!“ zu lesen ist. Denn natürlich ist der Elefant nicht winzig klein und das entdecke ich auf der nächsten Seite, den dort taucht nach dem Ziehen ein großer Elefant auf. Die nächste Frage, mit der ich mich beschäftige, lautet „Wohnen Schafe in einem Haus?“ und tatsächlich ist in jedem Fenster eine Schaf zu entdecken. Aber nach dem Ziehen tauchen in den Fenstern Kinder auf und auf der Pappe kann ich die Bestätigung ablesen. Es geht noch um einen Hund, der „Miau“ macht, blaue Marienkäfer und einem Frosch mit Schnabel.
    Neben dieser witzigen Idee lernen die Kinder auch schon einiges und das Schieben der Pappe macht nicht nur Spaß, es schult auch die Motorik. Die Zeichnungen sind sehr ansprechend und gut zu erkennen. Eine Bereicherung für unsere Vorlesekiste.

  • In einer Pappkiste ist eine Tüte mit Legobausteinen und ein kleines Buch mit einer dazu passenden Geschichte, denn aus den Steinen können wir Euphrasie und den Droiden Dex zusammenbauen. Vielleicht, dazu wird uns nach der Lektüre geraten, können wir diese Figuren noch andere selbst erdachte Abenteuer erleben lassen.
    Euphrasie arbeitet in der Bibliothek der Mönche und schafft es statt, wie erwünscht aufzuräumen, ein schreckliches Chaos zu machen. Doch da taucht Dex auf, der Roboter, der in der Bibliothek eingesetzt ist. Hilfsbereit steht er Euphrasie beim Aufräumen zur Seite, Doch dann taucht aus dem Boden ein glänzendes Ei auf aus dem eine eigenartige Kreatur schlüpft. Der Abt schickt Euphrasie und Dex hinterher in den entstandenen Erdspalte. Doch dort benimmt sich der sonst so freundliche Droide benimmt sich plötzlich ganz anders und greift Euphrasie an. Zum Glück kommt Kai, um Euphrasie zu befreien.
    So beginnt das Abenteuer der beiden jugendlichen Elementarmeister. Es führt sie in andere Welten und in einem gefährlichen Kampf mit einem Größenwahnsinnigen. Dank ihrer besonderen Fähigkeiten und ihrer gegenseitigen Unterstützung schaffen sie die Ordnung wieder herzustellen.
    Neben vielen Zeichnungen gibt es dunkel gefärbte Seiten, die sie Spannung noch einmal verdeutlichen. Kinder, die in der Welt der „Ninjago“ zu Hause sind, werden sich viel Freude an der spannenden Geschichte und den kleinen Figuren haben. Und ich denke immer, wichtig ist das Lesen und dazu wird hier sehr gut animiert.

  • Jona, ein zehnjähriger jüdischer Junge zieht von Lübeck nach Berlin und wird neben den muslemischen Jungen Deniz gesetzt, der seit seiner Kindheit mit Max befreundet ist. Als Lauras Handy gestohlen wird, fällt, weil die Jungen in der Pause in der Klasse waren, der Verdacht auf die beiden. So kommt es, dass sie sich auf die Suche nach dem eigentlichen Täter machen. Dabei erfahren sie, dass der alte Herr Hansen in seinem Juwelierladen ausgeraubt wurde. Jona und Deniz ermitteln also auch noch in diesem Fall, aber irgendwie hängt auch alles zusammen. Aber zunächst müssen sie Laura und ihre Freundin Irina, die eine Großmutter in Petersburg hat, und die mit Jona russisch spricht, von ihrer Unschuld überzeugen.
    Was ich sehr interessant fand, dass wir in diesem Buch einem in der Gegenwart in Deutschland lebenden Jungen treffen, der mit Deniz in die große Synagoge mit der goldenen Kuppel geht, aber auch bei Deniz Mutter im Imbiss Döner und Baklava isst. Hier treffen, wie in vielen Klassen Kulturen aufeinander, die sich hier unterstützen und tolerieren. Sehr schön ist auch die Hilfsbereitschaft und die Empathie in der Fünfergruppe, die sich Großstadtdetektive nennt. Die Szene, wo die Kinder einen Dieb fesseln, und in deinen Anhänger laden finde ich zum einen zwar sehr spannend, aber auch gefährlich und kaum vorstellbar. Auch das häufige Schulschwänzen, das für den Spannungsbogen notwendig war, gefiel mir nicht so gut. Neben dem passenden Cover mit Jona und Deniz gibt es noch einige kleine Zeichnungen im Buch.
    Ein spannendes Abenteuer mit viel Berliner Lokalkolorit, unterschiedlichen Kulturen und sympathischen Kindern. Trotz meiner Kritikpunkte ein sehr lesenswertes Buch.

  • Auf dem Cover sind schon zwei niedliche fröhlich ausschauende Monster zu sehen.
    Diese Monster wohnen in Bonglibum und das kleine Monster, das bei Monstemam- und paps wohnt, geht hier zur Grundschule. Heute kommt ein Fotograf und macht Bilder von den Kindern. Zunächst wird jedes einzeln fotografiert, dann zusammen mit seinen Geschwistern.
    Leider ist unser Monsterchen ein Einzelkind und es darf währenddessen malen. Nachher schaut es sich sehnsüchtig die Fotogalerie an. Als es später mit Paps nach Hause geht, merkt der schnell, dass sein Kind ein Trauerkloß ist. Da weist es auf die anderen hin, die alle viele Geschwister haben.
    Was wirklich faszinierend ist, ist die ungeheure Fantasie, die nötig ist, um so viel unterschiedliche Monster zu zeichnen, die keine Angst machen. Sicher fragen alle Einzelkinder irgendwann mal nach Geschwistern und hier ist der Auslöser die Fotos der anderen Kinder. Paps verweist zum Trost auf die vielen Freunde, die unser kleines Monster hat. Sicher eine Möglichkeit, obwohl mich der Satz „Freund sind Familie“ doch verwundert.
    Der gereimte Text ist ein wenig holprig und steif, ich kann nicht beurteilen, ob das auch im Original so ist oder ab es an der Übersetzung liegt.

  • Nova, die sich als Mini-Doll Nova in diesem Paket befindet ist eine große Erfinderin und ihr großes Vorbild ist Freddie Fixxit, dessen Erfindungen sie sich im Internet anschaut. Jetzt hat Nova eine Haustier-Pflege-Station zusammengebaut und da ihr Dackel Pickle gerade voller Schmutz herein kommt, kann sie diese neue Erfindung auch gleich ihren Freunden vorführen. Leider klappt nicht alles wie erwartet und so sitzen bald alle im Friends-Clubhaus im Seifenschaum. Dann geht eine Friend-Club-Alarm-Nachricht der Tierauffangstation ein und die Freunde eilen durch das Gewitter, um den Kaninchen dort zu helfen.
    Ich kenne die Serie, die wohl auch nicht frei verfügbar ist, nicht, deshalb war es gut, dass am Anfang des Buches alle sieben Freunde mit ihren Vorlieben und Abneigungen vorgestellt wurden. Die Rettung der Kaninchen empfand ich als sehr chaotisch, zumal sie immer wieder frei herumliefen. Nova glaubt, dass ihre Freunde ihre Erfindungen nicht schätzen, und fühlt sich nicht wohl, am Ende sprechen sie aber darüber und so gibt es auch da ein glückliches Ende. Ich muss gestehen, dass mich die ganze Aktion verwirrt hat und ich nicht nachempfinden konnte, worum es da so richtig ging. Lian fährt den Bus als Kind, ein Kaninchen wird in einer Kanne gesichert, „mit etwas Fantasie kann alles ein Transportbehälter für Kaninchen sein.“ und ein Hund, dessen Hinterbeine durch Räder ersetzt werden, hat „sich im Matsch gewälzt.“ Kein Abenteuer, das ich nachspielen möchte.

  • Papa Kuchenbrand wird aufgefordert an einem Backwettbewerb in England teilzunehmen und er darf, da Ferien sind, seine ganze Familie mitnehmen. So machten sich die vier mit dem Flieger auf den Weg, sie werden dort auf dem alten Landsitz „Whistpering Hall“ unterkommen. Der flüsternde Wald, der das alte schon etwas heruntergekommene Haus umgibt, ist etwas unheimlich und hat seinen Namen zu Recht. Leider weiß Petronelle, dass in dem Wald eine gefährliche Mischung aus Gorgone und Hexe und auf ihrem Kopf züngeln drei Schlangen. Da muss sich auch die kleine Hexe auf den Weg machen, um ihre Freunde zu schützen. Die Kinder werden von Holly in Empfang genommen, die zum Glück deutsch spricht und die ihnen zunächst das große Labyrinth zeigt. Ausgerechnet Herr Kuchenbrand will es unbedingt ausprobieren.
    Diesmal wird es richtig spannend, ich möchte sogar von lebensgefährlich sprechen. Das war ganz schön aufregend und ich musste das Buch schnell zu Ende lesen, weil ja klar war, dass Petronella alles tun wird, um ihre Freunde zu retten. So gibt es dann wieder ein sehr schönes Ende. Die Stimmung im Haus und im flüsternden Wald ist unheimlich und Molly hat mit ihren Schlangen eine tödliche Waffe. Aber eigentlich ist sie eine einsame alte Frau, die in einem feuchten Haus wohnt. Neben dem schönen Cover, auf dem die wichtigsten Schauplätze und Personen zu sehen sind, gibt es viele Zeichnungen im Buch, die anschaulich einige Szenen abbilden. Ein gelungener 14. Band!

  • Nach der Sonne schauen von Martina Hefter

    Iona, eine Installationskünstlerin, die ihr Erwachsenenleben in Leipzig verbracht hat, aber als Kind in den Alpen auf einer Alm lebte, zieht in eine Halle. Diese Halle steht in einem ehemaligen Tagebaugebiet. Iona sucht, nachdem ein anderer Künstler ihre Installation „Baumhaus“ mit dem Wort „Bullshit“ besprüht hat, die Einsamkeit. Sie ist gerne allein, auch wenn man ihr das nicht glaubt. Der Vermieter hat ihr einen Bildschirm mit einem KI-Hund hinterlassen, um den soll sie sich in seiner Abwesenheit kümmern. Doch bald taucht eine Hündin auf, die Iona Bela nennt und die bei ihre einzieht. Aus der Ferne hört Iona den Campingplatz und regelmäßig holt sie jemand zum Einkaufen ab. Als ein Festival ansteht, taucht Nova, die Nichte des Vermieters auf. De beiden Frauen nähern sich langsam an und finden eine Form des Zusammenlebens.
    Da der Text von Iona erzählt wird habe ich viel von ihr erfahren, aber es bleiben noch viele offene Fragen. Iona berichtet, wie es ihr gerade einfällt, da geht es um ihre Kindheit in den Bergen, einen Jungen, um den sie sich gekümmert hat. Um ihre Zeit in Leipzig und die Erstellung ihres prämierten Kunstwerk „Baumhaus“. Erst spät erfuhr ich etwas über ihre Eltern, von denen sie immer nur den Vornamen nennt. Iona hatte ein enges Verhältnis zur Natur und diese Natur nimmt einen großen Teil der Handlung ein. Erst die Idylle der Berge und dann das Unwetter um ihre Halle.
    Ich habe selten ein Buch gelesen, mit dem ich so wenig anfangen konnte. Dadurch, dass immer nur „erzählt“ wird und die Zeiten sich ständig ändern, war es schwierig auf alles zu achten. Wahrscheinlich sind mir wichtige Einzelheiten nicht aufgefallen und ich habe Verweise auf Simone Weil nicht einordnen können, weil ich nichts von ihr gelesen habe. Zwei Sterne gebe ich nicht gerne, aber für mich es anders nicht möglich, weil ich mit Iona nicht warm werden könnte.