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Bewertungen von Leser/innen

  • Wendy Darling, einst ein glückliches Kind in Nimmerland, findet sich zurückgekehrt in London nicht mehr in die Gesellschaft ein. Sie erinnert sich im Gegensatz zu ihren Brüdern John und Michael an ihre Zeit mit Peter Pan. Sie spricht über ihre Abenteuer im Nimmerland, ist frustriert, dass niemand ihr glaubt und wird so von ihrem Bruder in ein Sanatorium eingewiesen, um dort von ihren Wahnvorstellungen geheilt zu werden. Sie schafft es, diese herausfordernde Zeit zu überstehen, gewinnt eine Freundin und wird mit Ned verheiratet, wodurch sie endlich entlassen wird. Jahre später, Wendy ist Mutter einer Tochter, sieht sie Peter Pan wieder. Obwohl sie sich das oft gewünscht hat, ist der Schreck groß, denn Peter entführt ihre Tochter Jane als neue „Mutter“ ins Nimmerland. Nun legt Wendy alles daran, Jane zurückzuholen, denn sie weiß, dass Nimmerland kein wunderbarer Ort und Peter kein entzückender Junge ist.
    Mich hat es gereizt, diese Geschichte zu lesen, weil ich dem Peter Pan aus dem Zeichentrickfilm von Disney irgendwie nie über den Weg getraut habe und in diesem Buch, das schöne Nimmerland und der freiheitsliebende Peter in einem ganz anderen Licht dargestellt werden.
    Wendys und Janes Perspektiven, aus denen die Story erzählt wird, sind weit weg von einer heilen Welt. Wendys Erlebnisse als junge Frau in einer psychiatrischen Einrichtung im 19. Jahrhundert sind erschreckend und gewalttätig. Die Gesellschaft in dieser Zeit wird gut dargestellt mit Frauen in der Nebenrolle und (willens-)starken Frauen als Belästigung. Wendys Dilemma in Bezug auf ihre Vergangenheit ist ebenfalls ausführlich und größtenteils nachvollziehbar beschrieben. Der Schreibstil der Autorin ist insgesamt angenehm zu lesen.
    Leider nahm die Spannung von Kapitel zu Kapitel ab und die Geschichte begann mich wieder zu entfesseln. Die düstere Stimmung blieb, die Spannung ging, das fand ich sehr schade, denn zu Beginn machte das Buch einen anderen Eindruck auf mich. Trotz allem habe ich vor, die Fortsetzung „Hooked“ zu lesen.

  • Die spürst du nicht von Daniel Glattauer

    Daniel Glattauer lässt uns in seinem neuen Buch „Die spürst du nicht“ hinter die Fassade der Menschen, die er sehr gekonnt darstellt, blicken. Dieser Blick geht tief, tut weh, ist witzig, macht betroffen, zeigt uns unsere Welt.
    Zwei gutbetuchte österreichische Familien verbringen mit ihren Kindern den Urlaub in einer Villa in der Toskana. Aayana, die Klassenkameradin der Teenagertochter, wird dazu eingeladen. Das Mädchen soll Schwimmunterricht erhalten, ihre Freiheit genießen, etwas Luxus abbekommen – ein Projekt für die Familie sein. Aayana lebt erst seit einigen Jahren in Wien, sie kam als Flüchtling mit ihrer Familie aus Somalia. Sie ist still, angepasst, unscheinbar. Man spürt sie nicht. Der Urlaub endet jedoch mit einer Tragödie. Für die Mitglieder der beiden Familien ist nun nichts mehr, wie es war. Sie werden von Schuld geplagt, von Selbstmitleid zerfressen, stecken in ihrem Leid fest, übernehmen mehr oder weniger Verantwortung. Ist da noch Platz für die Familie, die das Unglück am härtesten getroffen hat?
    Ich finde, Daniel Glattauer ist mit seinem Buch ganz nah an die Menschen herangerückt. Er packt Themen an, die aktueller denn je sind. Flüchtlige, Integration, den Wert eines Menschenlebens, Überdruss, emotionale Abgrenzung, Medienberichterstattung, Drogenkonsum, und vieles mehr finden Platz in seiner Erzählung. Und er lässt auch die zu Wort kommen, denen die Worte fehlen oder denen nicht genug zugehört wird.
    Er beschreibt die verschiedenen Charaktere trefflich, bewertet sie nicht. Diesen Punkt übernimmt die zusätzliche Perspektive von außen, die er in sein Buch integriert. In Form von Posts, in denen sich Leute über die Nachrichten rund um das Unglück austauschen, wird be-, ge- und verurteilt.
    Mich hat der Autor mit seinem flüssig und leicht zu lesenden Schreibstil gut abgeholt und auf eine ziemlich emotionale Reise mitgenommen. Aus diesem Grund bekommt sein Werk auch 5 Sterne von mir.

  • Ein Abend mit Marilyn von Maxine Wildner

    Marilyn Monroe. Ein Name, den fast jeder kennt und zu dem man auch ein Bild hat. Die sexy Blondine, von Männern und Frauen verehrt. In ihrem Buch versucht die Autorin Maxine Wildner diesem oberflächlichen Bild noch einige Facetten hinzuzufügen und auch Norma Jeane durch den Glamour des Hollywoodstars scheinen zu lassen.
    Die Geschichte lässt die Autorin am Abend vor Marilyns 36. Geburtstag stattfinden, an dem sich einige ihrer Wegbegleiter in einem Restaurant einfinden, um mit der Schauspielerin zu feiern. Diese erscheint jedoch nicht pünktlich, was niemanden überrascht, da dies eine ihrer wohlbekannten Verhaltensweisen ist. Hier starten nun auch die Rückblicke auf Marilyns Leben – ihre Filme, ihre Kindheit, ihre Ehen. Die Story springt nun hin und her. So lernt man die Schauspielikone und die empfindsame, unsichere, intelligente junge Frau, die sie eigentlich ist, kennen.
    Das hat die Autorin meiner Meinung nach gut gelöst. Ich kam so in einen angenehmen Lesefluss, konnte viele Fakten über Marilyn Monroe herausfinden und gleichzeitig an einer schönen Geschichte teilhaben. Leider ist mir nicht ganz klar geworden, was nun wirklich Fakt und was Fiktion ist. Einiges habe recherchiert, aber auf Dauer war das für mich nichts, da ich an der Story dranbleiben wollte. Da die Autorin gänzlich auf Fußnoten oder einen erklärenden Epilog verzichtet, nehme ich an, dass sie den Roman auch rein als einen solchen und nicht als Biographie zu schreiben beabsichtigte. Gut, wenn man das weiß. Mir war das im Vorfeld nicht ganz klar gewesen.
    Mich hat das Buch auf jeden Fall für einige Lesestunden in seinen Bann gezogen. Es ist flüssig zu lesen, der Schreibstil klar, der Aufbau der Geschichte interessant und gut gelöst. In absolute Begeisterung hat es mich nicht versetzt, deshalb bekommt es von mir vier goldene Hollywoodsternchen.

  • People Person von Candice Carty-Williams

    Fünf ganz unterschiedliche Charaktere finden sich in diesem Buch von Candice Cary-Williams. Was sie eint, ist Cyril, ihr Vater. Er ist ein richtiger Lebemann – eine People Person. Mit Leichtigkeit, Humor, Geselligkeit, Extrovertiertheit aber auch Oberflächlichkeit und Leichtsinnigkeit geht er durch sein Leben und setzt mit vier verschiedenen Frauen fünf Kinder in die Welt. Für sie da ist er so wenig wie möglich. Im Teenageralter versammelt er sie, um sie miteinander bekannt zu machen. Hauptsächlich will er vermeiden, dass seine Kinder, wenn sie einander nicht kennen, zufällig miteinander eine Liebesbeziehung eingehen. Cyril verschwindet nach diesem Tag wieder aus dem Leben seiner Nachkommen. Diese halten aber losen Kontakt zueinander, der schlagartig viel enger wird, als im Leben von Dimple, der mittleren Tochter, die inzwischen in ihren 30ern ist, ein einschneidendes Ereignis passiert. Im Laufe der Bewältigung dieses Geschehens lernt man die zwei Söhne und drei Töchter genauer kennen. Dimple steht im Mittelpunkt der Erzählung und ihre Geschwister ranken sich harmonisch um sie.
    Candice Carty-Williams schreibt in einem Stil, der mir von Anfang an sehr gefallen hat. Ich bin in einen angenehmen Lesefluss gekommen, der mich das Buch kaum weglegen ließ. Meiner Meinung nach liegt ein großes Talent der Autorin darin, Menschen vielschichtig darstellen zu können. Sie lässt auch ab und zu Englisch und Patois in ihren Text einfließen. Die einzelnen Wörter oder kurzen Sätze werden oft nicht übersetzt, der Sinn ergibt sich aber auch für diejenigen, die diese Sprachen nicht beherrschen. Für mich hat das die Geschichte authentisch und greifbar gemacht.
    Für mich war dieses Buch eine sehr gelungene Lektüre! Ich überlege, ob ich mir vielleicht auch den ersten Roman von Candice Carty-Williams kaufe.
    Aus all den oben genannten Gründen gebe ich diesem Buch fünf Sterne!

  • Der Eisbär SAMi aus dem Haus Ravensburger hat seinen Weg zu uns gefunden und wir freuen uns sehr über ihn!
    Kurz beschrieben: Der niedliche kleine Bär liest Bücher (natürlich nur dafür vorgesehene und mit Punktcode auf den Seiten versehene!) vor. Das Buch muss mit der letzten Seite in die Eisscholle, auf der SAMi sitzt, geschoben werden und schon kann man beliebig im Buch hin und her blättern, wobei die jeweils aufgeschlagene Seite vorgelesen wird. Zuvor muss der Bär mit dem Internet verbunden werden. Da SAMis Akku geladen ist, wird man von ihm durch diesen Prozess geführt. Gut erklärt schafft man das ohne Probleme und sehr schnell. Die Ohren des Eisbären sind die Lautstärketasten und auf seiner Kappe ist der Ein/Ausschalter. An die Eisscholle kann man auch Kopfhörer anstecken, was ich sehr praktisch finde. SAMi ist recht kompakt und macht einen robusten Eindruck. Bisher (!) kam es bei uns noch nicht zum Ernstfall, also weiß ich nicht, ob dieser Eindruck trügt oder nicht.
    In meinem Starterset war das Buch „Der größte Schatz der Welt“ von Andrea Schütze inkludiert. Wir besitzen das „normale“ Buch schon eine Weile und ich habe es meinen Kindern schon oft vorgelesen. Deshalb waren wir gespannt, ob SAMi das genauso gut macht ????. Die Geschichte wird nicht vom Sprecher des Bären vorgelesen, was mich irgendwie kurz irritiert hat…den Kindern war es egal. Auf jeden Fall ist sie bei uns sehr gut angekommen!
    Ich finde die Idee des Lesebären ist eine tolle Ergänzung zum Vorlesen durch Eltern, usw. Kleinere Kinder werden angeregt, sich mit Büchern zu beschäftigen und die etwas größeren können mitlesen, wenn sie das wollen.
    Meine Kinder würden sich von SAMi noch folgende Zusatzfunktion wünschen: Durch das Drücken einer Taste sollte er das Buch auch ohne das Umblättern der Seiten vorlesen!

  • Caspar ist 11 Jahre alt und hat es mit einigen Mitschülern nicht leicht. Er versteckt sich vor ihnen und hinter Zeitplänen und Regeln, um Sicherheit zu erlangen. Gerade durch eines dieser Verstecke gerät er unverhofft in ein fantastisches Abenteuer. Er findet sich in einer anderen Welt, Wolkenstern, wieder und sieht sich dem Mädchen Wilda gegenüber, das in allem anders ist als er – wild, unbekümmert und magisch. Die beiden müssen jedoch zusammen in das Abenteuer aufbrechen, um Wolkenstern und auch die Erde zu retten, denn das Schicksal der vier verborgenen Welten ist eng miteinander verknüpft.
    Ich habe ein Buch gesucht, dass ich mit meinen Kindern lesen kann. Schon das Cover hat mich sehr angesprochen, da es auf viel Magisches und Abenteuerliches hindeutet und genau das hatte ich gesucht. Auf ging die Reise ins Fantastische!
    Von Anfang an, konnte die Autorin uns mit der Geschichte in ihren Bann ziehen. Der Schreibstil hat uns gefallen und der Text war flüssig zu lesen. Die Protagonisten Caspar und Wilda sind sehr sympathisch. In ihrer Unterschiedlichkeit können Kinder immer wieder Eigenschaften entdecken, mit denen sie sich identifizieren können. Besonders begeistert hat sie der kleine Drache Arlo, den sie so gerne als Haustier hätten! Schön fand ich, dass Witz und Abenteuer miteinander gut kombiniert wurden und damit die spannenden Passagen nie zu dramatisch für die Kids wurden. Mit viel Mut und Zusammenhalt überwinden die drei einige Hindernisse und Caspar kommt mit seinen neu erworbenen Fähigkeiten später auch in seiner Welt besser zurecht, was meine Kinder jubeln ließ.
    Ich kann das Buch weiterempfehlen. Wenn man auf Fantasy und Abenteuer steht, wird man von dieser Geschichte nicht enttäuscht. Auch meine Kinder geben diesem Buch volle 5 Sterne und wir freuen uns schon sehr auf den zweiten Teil des Abenteuers!

  • Emma Moser ist eine ambitionierte junge Frau, die Anfang des 20. Jahrhunderts gerne ihren Traum, Tierärztin zu werden, verwirklichen möchte. Da dies in Wien zu dieser Zeit nicht möglich ist, arbeitet sie als Tierpflegerin im Tiergarten Schönbrunn, um für ein Studium in Zürich Geld zu verdienen. Doch der 1. Weltkrieg vereitelt ihren Plan. Wie die meisten Männer werden auch ihr Vater und ihr Schwager eingezogen und Emma wird zur Alleinverdienerin, die sich und ihre schwangere Schwester durch die harten Kriegsjahre bringen muss. In Julius, der verwundet aus dem Krieg zurückkommt und als Tierarzt in Schönbrunn arbeitet, findet sie einen Mitstreiter, der sie darin unterstützt, ihre modernen Ideen im Umgang mit den Tieren im Zoo umzusetzen. Zwischen den Arbeitskollegen entsteht ein zartes Band der Liebe, das jedoch auch auf die Probe gestellt wird.
    Beate Maly lässt uns in ihrem Buch an einer schönen Liebesgeschichte teilhaben. Sie gilt nicht nur den zwei Protagonisten, sondern besonders auch den Tieren des Tiergarten Schönbrunn. Die Autorin hat die dortigen Ereignisse sehr gut recherchiert (zB: die Attacke auf den Eisbären, die Gegebenheiten im Zoo zur damaligen Zeit, die Namen und Eigenschaften so mancher Tiere,…). Interessant macht die Geschichte, dass sie aus zwei Erzählsträngen besteht und man die Ereignisse aus Emmas oder Julius´ Perspektive miterlebt.
    Das Buch war für mich so flüssig zu lesen, dass ich es nur zwei Mal aus der Hand gelegt habe. Viele Ereignisse der Geschichte sind recht vorhersehbar und manchmal hätte sie ein bisschen mehr Tiefe vertragen können. Die Charaktere aber werden sehr liebevoll beschrieben und sind mit einer reichen Gefühlswelt ausgestattet, sodass ich mich gerne mit ihnen auf die Reise durch ihre Zeit begeben habe. Die Autorin hat Wien und den Tiergarten so schön beschrieben, dass ich es immer wieder mit dem mir bekannten Wien verglichen habe und es schön fand, die Orte der Handlung mit meinen Bildern zu verbinden. Begeistert hat mich, dass Beate Maly manche ihrer Figuren wienerisch sprechen lässt und Eis im „Stanitzel“ bestellt wird.
    Insgesamt ein gelungener Roman, den ich weiterempfehlen kann.

  • Ein weiteres Buch aus der „Wieso, Weshalb, Warum“-Reihe! Auf 16 Seiten wird den Jüngsten in kindgerechter Sprache das Thema Umweltschutz nähergebracht.
    Das Buch ist liebevoll und farbenfroh illustriert und es gibt immer wieder witzige oder interessante Details auf den Bildern zu entdecken. Die Klappen, die auch schon von kleineren Fingern mit etwas Hilfe umgekippt werden können, verändern die Bilder und beantworten auch manchmal die im Text gestellten Fragen.
    Ich habe schon mehrere dieser Bücher gekauft und finde auch dieses sehr ansprechend. Die Seiten sind recht robust und die Spiralbindung lässt es zu, dass das Buch auch mal gaaaanz weit aufgeschlagen wird. Die Bildklappen sind aus meiner Erfahrung nicht ganz so widerstandsfähig, halten aber auch einiges aus.
    Die schön gemachten Illustrationen machen für mich einen Großteil des Charmes dieses Buches aus. Während man selbst mit dem Vorlesen beschäftig ist, finden die Kinder immer etwas Interessantes in den detailreichen und aus dem Leben der Kinder gegriffenen Bildern.
    Der Text ist gut verständlich, behandelt das Alltagsleben und regt zum Nachdenken an (zB: Wie verpackt man die Jause für den Kindergarten? Was mache ich mit löchriger Kleidung? Wie kann man Müll beim Einkaufen vermeiden? Wohin mit dem Müll?)
    Meine Tochter ist zwar schon älter als das empfohlene Lesealter, aber auch ihr hat das Buch gut gefallen. Die Klappen sind immer noch ein Hit für sie! Besonders schön fand ich, dass ihr beim Lesen selbst so viel zum Thema Umweltschutz und Müllvermeidung einfiel. Für uns war es ein toller Gesprächsanstoß!
    Deshalb lautet mein Fazit: Auch Buch Nummer 43 der Reihe „Wieso, Weshalb, Warum“ ist für mich ein voller Erfolg für Kinder ab 2 Jahren und wird von mir empfohlen. Volle fünf Sterne für den Umweltschutz!

  • Der Gesang der Berge von Phan Nguyen Que Mai

    „Der Gesang der Berge“ hat mich auf mehreren Ebenen beeindruckt.
    Die Geschichte wird von der Großmutter Dieu Lan und ihrer Enkelin Huong in zwei alternierenden Erzählsträngen wiedergegeben. Während Huong im Vietnamkrieg der 60er und 70er Jahre des letzten Jahrhunderts aufwächst, hat ihre Großmutter schon den Indochinakrieg, mit französischer und japanischer Besatzung, durchlebt. Immer wieder werden beide Frauen von Schicksalsschlägen gebeutelt, jedoch geht auch das Leben mit all seinen schönen Seiten weiter.
    Mir gefällt die feine, klare Sprache der Autorin sehr. Sie beschreibt die Gräuel des Krieges mit all seiner Macht, lässt aber die ProtagonistInnen immer wieder das kleine Glück finden und nicht aufgeben. Die Autorin, selbst Vietnamesin, malt sprachlich schöne Bilder ihres Landes und formt Figuren, die einem ans Herz wachsen und deren Handeln man nachvollziehen kann.
    Ich war mir zuvor der Geschichte Vietnams nur wenig bewusst. Dieser Roman eröffnete sie mir über den bekannten Vietnamkrieg hinaus.
    Mich hat die Geschichte der beiden Frauen und ihrer Familienmitglieder emotional sehr berührt. Für mich war es ein Buch, das ich auf Raten gelesen habe, weil es Tiefgang hat, den ich zwischendurch verdauen musste.
    Ich empfehle dieses Buch für jede, die nicht etwas zum Zwischendurch-mal-Lesen suchen.