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Ein wenig werde ich an die Bremer Stadtmusikanten erinnert, auch wenn es in dieser Geschichte nur drei Tiere sind, die sich zufällig treffen und zusammen auf den Weg machen. Die Marderin Silberfuchs, die Ratte Schatten und die namenlose Taube sind Straßentiere und wollen gemeinsam Silberfuchs‘ Zuhause retten.
Mir gefällt, dass der Unterschied zwischen Haus- und Straßentieren gut erklärt wird. Zwar ist der Hamster, der ja ein Haustier ist, auch nicht glücklich, weil er immer im Rad unterwegs sein muss. Aber dennoch gibt es einen großen Unterschied: Haustiere werden von ihren Menschen geliebt, während Straßentiere häufig als Ungeziefer bezeichnet und verscheucht werden.
Womit ich in paar Schwierigkeiten habe, sind die Bezeichnungen der Tiere Ich hätte es schön gefunden, wenn sie sich Namen gegeben hätten. Aber das ist bei Straßentieren wohl nicht üblich. Stattdessen die Tierart zu benennen, das fühlte sich für mich beim Lesen etwas holprig an.
Ein größeres Problem liegt für mich allerdings in der Frage, wie ich einem Kind erklären kann, dass es in Ordnung ist, in fremde Wohnungen einzubrechen. Oder mich an einem Kühlschrank zu bedienen, der nicht mir gehört, selbst wenn es sich dabei um einen „Zauberkühlschrank“ handelt. „Mit jedem Einbruch wurden die Betonknacker noch ein wenig geschickter.“
Auch wenn mir die Idee gefällt, Essbares, das im Müll landet, für die Straßentiere zu retten, bleibt es Diebstahl.
Aus diesen Gründen kann ich das Buch nur mit 3 von 5 Sternen bewerten.
Wandern und dabei das Meer nicht aus dem Blick verlieren, das klingt wie ein Traum.
Der Bildband von lonely planet zeigt unterschiedliche Küsten Europas. „Die schönsten Strecken von den Shetlands bis Sardinien“ heißt es in der Unterzeile. Das ist nicht übertrieben, wenn ich daran denke, mit welcher Begeisterung ich immer wieder in dem Buch versinke.
40 Küstenwanderwege werden vorgestellt, ihre Besonderheiten hervorgehoben und mit zum Teil großformatigen Fotos beeindruckend dargestellt. Die Reportagen sind überaus interessant zu lesen und wecken die Lust, die eine oder andere Strecke mal selbst zu begehen. Da sind die Hinweise gut, die auf den Schwierigkeitsgrad einer Wanderung zum Beispiel in Bezug auf Streckenlänge und Höhenunterschied hinweisen.
Jeder Wanderweg beginnt mit dem Umriss des Landes und dem Standort. Eine Grafik zeigt den Wegeverlauf mit verschiedenen Stationen. Außerdem gefällt mir die jeweilige Übersicht mit Angabe von Start und Ziel, Länge und Dauer. Es gibt Vorschläge für die Anreise und Tipps für die beste Jahreszeit, um sich auf den Weg zu machen. Besonderheiten findet man unter dem Stichwort „Gut zu wissen“. Wer mehr wissen möchte, kann auf die vorgeschlagenen Links zugreifen.
Das Buch ist einfach großartig, von mir bereits mit vielen Textmarkern versehen und außerdem bietet es immer wieder Lesens- und Sehenswertes.
Abenteuer, Wandern und Meer: Wer darauf Lust hat, sollte um dieses Buch keinen Bogen machen. Sehr empfehlenswert!
Mir gefällt die besondere, neue, moderne, etwas andere Art, wie Jonas Goebel Jesus mitnimmt in sein Leben und mit seinen Büchern auch vielen Menschen davon erzählt. Manchmal ist es wirklich ganz schön schräg.
Auch aus meinem Leben ist Jesus nicht wegzudenken, er ist immer dabei. Allerdings habe ich ihn noch nicht so salopp erlebt wie Jonas und Trixi. Dabei weiß ich schon, dass er „Einer von uns“ ist.
Ganz toll finde ich, an wie vielen Stellen die Erzählung mit der Bibel eng verbunden ist, ohne dass man es merkt. So soll es gerne sein.
Meine Lieblingsstelle in dem Buch ist auf dem Spielplatz. Jesus und die Kinder: Das hat mir immer schon gefallen.
Sehr gern empfehle ich das Buch und ein Leben mit Jesus.
Schauplatz des Romans ist der kleine Ort Busteni in den rumänischen Karpaten. Hier verbringt Roxana jedes Jahr ihre Sommerferien bei ihren Verwandten. Auf dem Dorf ist das Leben so ganz anders als in Roxanas Heimatstadt Bukarest. Am liebsten verbringt sie ihre Zeit mit Camil, der in der Eisenbahnsiedlung in Busteni zu Hause ist.
Dana Grigorcea fängt die Zeit nach der Wende in den Neunzigerjahren gut ein. Der Blick ins Dorf und auf die Menschen ist originell verpackt. Roxana und Camil sind gute Beobachter und beschreiben die Nachbarin, den Nachbarn und die Paare aus Busteni mit viel Fantasie. Dadurch wirkt jedes einzelne Kapitel wie eine bunte eigene Geschichte.
Von Roxana und Camil lässt die Autorin ebenfalls ein genaues Bild entstehen. Ich spüre die Gefühle, die von Freundschaft und Freude erzählen, aber auch das leichte Bauchkribbeln, das zwischendurch plötzlich da ist.
Für mich durfte in der Geschichte Radu nicht fehlen, der als Dritter im Bunde Zeit mit Roxana und Camil verbracht und mit seiner humorvollen Art für so manchen Lacher gesorgt hat.
Es ist erstaunlich, was man in ein Buch von nur wenig mehr als 150 Seiten alles hineinpacken kann. Es gibt da nämlich noch eine Autorin, die auf Lesereisen Geschichten erzählt…
Zum Schluss bleibt alles ein wenig geheimnisvoll und verschwommen. Wer erzählt denn nun wessen Geschichte? Gibt es noch Fragen zu „Tanzende Frau, blauer Hahn“? Am Ende nicht mehr – eine schöne Erklärung, die zum Träumen und Mitmachen einlädt.
Nach dem Inhaltsverzeichnis, das mit dem Amsterdam-Kompass 15 Wege zum direkten Eintauchen in die Stadt bereithält, gibt Susanne Völler kurze Informationen dazu, wie man „Direkt ankommen“ kann. Wer weitere Fragen, Wünsche oder Ideen braucht, kann sich an ihr Postfach wenden – ein netter Service.
Schlafen, Bummeln, Stöbern und Entdecken, Essen … Alles zu diesen Themen ist übersichtlich gestaltet.
Ich persönlich bin begeistert von der Grachtenidylle, von dem bunten Leben mit 180 verschiedenen Völkern in einer Stadt, von den Hofjes = historischen Wohnprojekten und von dem Angebot „Pause. Einfach mal abschalten“.
Nachdem ich Amsterdam bisher nur aus historischen Romanen kannte, freue ich mich jetzt auf ein persönliches Kennenlernen der Stadt, wobei DUMONT Direkt mein Begleiter ist.
Auf der Suche nach einer leichten Urlaubslektüre habe ich überlegt, dass „Unnützes Reisewissen“ nicht schaden könnte. Eine gute Entscheidung!
Das kleine Büchlein mit großem Inhalt fand auch in meiner kleinen Handtasche Platz. So hatte ich „Über 100 kuriose Fakten und Geschichten“ immer dabei, und gute Unterhaltung war in jeder noch so kleinen Pause garantiert. Auch einige Mitreisende habe ich begeistern können, zum Beispiel mit kleinen Fragen wie: „Müssen eigentlich auch Rettungswagen einen Verbandskasten an Bord haben?“ oder: „Wird in einem anderen Land wohl mehr Toilettenpapier verbraucht als in Deutschland?“
Großen Spaß hatte ich mit dem Beitrag „Wortschatzweltmeister“, in dem es nicht nur um sehr lange Wörter geht, sondern auch darum, wie viele Wörter es in der deutschen Sprache überhaupt gibt.
Inzwischen wieder zu Hause, bin ich immer noch mit dem Buch beschäftigt. Zurzeit bin ich dabei, aus den kleinen Geschichten Quizfragen für meine Seniorengruppe herauszufiltern. Auch das macht großen Spaß.
Auf der Rückseite des Buches heißt es: „Das Buch, das keiner braucht. Und jeder haben sollte.“
Das kann ich nur bestätigen, denn bevor ich das Buch besaß, wusste ich noch gar nicht, wie gut ich es gebrauchen kann. Auch gut, dass der Einband flexibel und damit für häufigen Gebrauch geeignet ist.
Meine Empfehlung mit Garantie für großes Lesevergnügen – natürlich aus dem Hause DUMONT.
„Die ganze Schickeria hier war ein solcher Zirkus, dass es kaum auszuhalten war.“ - Wie wahr!
Kaum vorstellbar, dass sich ein so reicher Mann wie Léon de Cavallier einen Arbeitsplatz bei der Polizei sucht - vor allem, wenn man erlebt, wie er mit seinem Reichtum protzt. Doch der Autor Alexander Oetker macht es möglich. Als Adliger leitet Léon de Cavallier die Brigade criminelle von Nizza. Ihm zugeteilt wird Nadia Benteleb, eine Commissaire, die direkt aus den Pariser Banlieues kommt, gerade rechtzeitig, nachdem am Strand eine Frauenleiche angespült wurde.
Léon de Cavallier trägt mit seinem Machtgehabe dazu bei, dass ich mich äußerst unwohl fühle in der Welt der Reichen und Schönen hier an der französischen Riviera. Ich frage mich, ob es wohl einen Grund dafür geben mag, dass er sich derart aufspielt.
Wie schön, dass die taffe Nadia in ihrer Lederjacke so viel Natürlichkeit mitbringt. Durch ihre Art und Vorgehensweise werden die beiden gegensätzlichen Charaktere erträglich und unterhaltsam. Mir gefällt es außerordentlich gut, dass Nadia sich nicht unterbuttern lässt.
Die Ermittlungen führen in eine Welt von Bestechung, Machtmissbrauch, Sex und Drogen. Der Schreibstil ist außerordentlich fesselnd und lässt zeitweise kaum eine Atempause zu. So bleibt es spannend bis zum Schluss.
Dieser Roman beschreibt den ersten Fall für de Cavallier und Bentaleb. Darum war ich positiv erstaunt, dass am Ende etwas „verraten“ wurde, mit dem ich erst zu einem späteren Zeitpunkt in einem Folgeband gerechnet hätte. Worum es dabei geht, werde ich nicht verraten. Aber ich rate sehr gern dazu, das Buch zu lesen. Es lohnt sich!
Sicher geht es vielen Menschen so, dass sie sich in bestimmten Situationen fühlen, als wären sie unsichtbar. Was aber, wenn die Unsichtbarkeit zur Krankheit wird, wenn man nicht nur kein Selbstwertgefühl besitzt, sondern sogar der Körper davon betroffen wird, weil nach und nach einzelne Körperteile nicht mehr sichtbar sind?
In ihrem Roman erzählt Jane Tara solch eine Geschichte, die damit beginnt, dass Tilda plötzlich feststellt, dass ihr kleiner Finger verschwunden oder – besser gesagt – unsichtbar ist. Als sie die Diagnose Morbus invasibilis = Unsichtbarkeit bekommt, ist sie natürlich am Boden zerstört. Doch dann erwacht ihr Kampfgeist und sie will alles dafür tun, die Krankheit nicht nur zu stoppen, sondern wieder ganz gesund zu werden.
Mir gefällt der lockere, humorvolle Schreibstil. Allerdings bin ich wohl zu realitätsnah, wenn es darum geht mir vorzustellen, dass ganze Körperteile sichtbar verschwinden können und im schlimmsten Fall selbst die Kleidung unsichtbar wird.
Trotzdem habe ich Tilda gern begleitet auf ihrem Weg, den sie mit Hilfe einer Therapeutin, einer Selbsthilfegruppe, ihren beiden besten Freundinnen, aber in erster Linie mit ihrem eigenen festen Willen gegangen ist. Dabei hat sie ihr gesamtes Leben umgekrempelt und hinterfragt.
Auch wenn meine Fantasie nicht ausreicht, mir ein Bild zu machen, das mich ganz hineinfallen lässt in die Geschichte, habe ich doch einiges für mich selbst mitgenommen, das mich zum Nachdenken anregt.
Ich löse gerne Rätsel, mag Quiz und Logikrätsel und liebe alles, was mit Wörtern und Zahlen zu tun hat. In diesem Buch finde ich Lückentexte, Wortsalat und Zahlenzirkus und noch ganz viel mehr. Insgesamt ist es eine gut sortierte bunte Mischung, aber etwas haben die Rätsel gemeinsam: Immer geht es auch ums Reisen. Überall in Deutschland kann man unterwegs sein. Dass ich dabei auf meinem Sessel zu Hause sitzen bleiben kann, gefällt mir, weil ich dann Atlas und Lexikon in greifbarer Nähe habe. Bei dem großen Angebot bleibt es nämlich nicht aus, dass ich vieles nicht auf Anhieb weiß, gern aber nähere Informationen dazu bekomme.
„Staunen, was dazulernen, die Zeit vergessen…“ sagt DUMONT in der Buchbeschreibung – und hat vollkommen recht damit.
Die Papierqualität ist hochwertig. Was mir nicht ganz so gut gefällt: Das Buch lässt sich nicht so aufklappen, dass ich beide Seiten sehen kann, ohne dass meine Hände richtig Arbeit haben. Hier könnte ich mir gut eine Art Ringbuch vorstellen. Ansonsten eine tolle Rätselreise und ein Buch, das sich auch als Geschenk gut eignet.
„Sie haben Monique nach Venedig geschickt, damit sie die Nummer eins eines internationalen Syndikats aufspürt und liquidiert. Ein Auftrag, den Weber nicht überlebt hat, und auch für Monique geht es sehr bald um Leben und Tod.“
Diese Buchbeschreibung gehörte zu der Erzählung „Venezianische Vesper“ von D. G. Ambronn.
„Moniques Auftrag scheint nicht ungefährlich zu sein. Auf jeden Fall ist das Buch recht spannend, hat aber auch eine Menge Verwirrendes zu bieten und wirft einige Fragen auf.“
Dieser Satz war Teil meiner Bewertung der Erzählung.
D. G. Ambronn ist immer für eine Überraschung gut. So habe ich nicht schlecht gestaunt darüber, dass er nochmal Recherchen betrieben hat und die Ergebnisse mit dem Roman „Monique und die ganze Wahrheit über die Venezianische Vesper“ veröffentlicht hat.
Gern habe ich mich noch einmal mit Monique in Venedig auf abenteuerliche Ermittlungen eingelassen. Furchtlos ist sie nicht, für mein Verständnis manchmal sogar ein wenig zu vertrauensselig. Trotzdem bewundere ich ihren Mut und ihren starken Willen, sich auch nach einem Rückschlag nicht aus der Ruhe bringen zu lassen.
Die Erzählung von 2023 im Hinterkopf, wurden jetzt nicht nur viele Fragen beantwortet, sondern es gab auch wieder herrlich verwirrende Momente. Wie eine Nebenerzählung wirkt der Trip auf eine kleine verlassene Insel, auf die Monique während ihrer Ermittlungen geführt wird. Die Begegnung mit dem Pärchen, das Lost Places liebt, aber hier scheinbar keine Stille zu finden scheint, ist köstlich – wie so vieles, was nebenbei noch so erzählt wird. Man denke nur an den Sack Kartoffeln (oder Reis?).
Ich bin wieder einmal voll auf meine Kosten gekommen mit einem Buch von D. G. Ambronn, der mich mit seinem ganz speziellen Schreibstil begeistert. Natürlich gibt es eine Leseempfehlung von mir.