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Wilbur stirbt mit über 80 Jahren, es war ein langes und ereignisreiches Leben. Aber was ihn nun erwartet, ist ganz anders, als er es gedacht hat.
Denn er sitzt in einem Zug und neben ihm sitzt die Buchhändlerin Agnes Bagdale, die er in seiner Kindheit gekannt hat und die ihm die Welt der Bücher eröffnet hat und immer für ihn da war - wie auch jetzt, am Ende wieder. Gemeinsam reisen sie erneut zu wichtigen Stationen in seinem Leben, gewissermaßen im Zeitraffer und die Reisen werden alle mit dem Zug gemacht.
Wilbur begegnet Maggie, seiner großen Liebe erneut. Hätte er etwas anders machen können? Wir erleben mit, wie er mit Büchern sein Geld gemacht hat. Und treffen andere Menschen aus seinem Leben. Und stellen nach und nach fest, dass Wilbur zwar beruflich erfolgreich war, aber ansonsten ein einsamer Mensch.
Eine wunderbare, philosophische Reise, mit Gedankenspielen, was wäre gewesen, wenn. Ein schöner Schreibstil und ein Buch, das noch nachhallt und deutlich macht, dass alle unsere Entscheidungen die nachfolgenden Ereignisse beeinflussen.
Ich habe alle Bücher dieser Reihe als Hörbuch gehört und habe mich gefreut, dass auch dieses Mal wieder Pia-Rhona Saxe und Peter Lontzek einen so tollen Job gemacht haben, was das Hörvergnügen und die Spannung für mich noch gesteigert hat.
Der Kanzler, Henrik Westphal, ist verschwunden. Was ist passiert und wo ist er? Und was hat die Influencerin Cassie damit zu tun? Diese hat Videos über den Kanzler veröffentlicht, die ihn in keinem guten Licht stehen lassen.
Die Geschichte wird auf zwei Zeitebenen erzählt, wobei die erste in der Vergangenheit liegt und sich tageweise der Gegenwart annähert. Durch die Zeitangaben weiß man aber immer gut Bescheid.
Aart und Nele ermitteln und dieses Mal geht es auch wieder um die Vergangenheit von Aart und vor allem um Aart und Julie.
Lose Enden werden verknüpft, offene Fragen beantwortet und es bleibt spannend bis zum Schluss. Aber ist dies nun der Abschluss der Reihe oder wird es weitergehen?
Perfekte Hochspannung aus Deutschland und sehr zu empfehlen.
Schon "Mayfair House" hatte mir gut gefallen und darum war ich neugierig, wie mir dieses Buch gefallen wird.
Und wieder geht es um eine wahnwitzige Geschichte, ein spektakuläres Spiel mit einem hohen Vermögen.
Die Protagonistin Quinn ist eine Gaunerin und sie und ihre Gruppe schlawinern sich regelrecht durchs Leben, immer auf der Suche nach dem nächsten Coup und dem nächsten Opfer. Das ist nun der Duke of Kendall und in gekonnter Verkleidung und einem ausgetüfteltem Plan, der alles andere als gradlinig ist, geht es los. Allerdings bleiben Quinn nur fünf Tage, um ihr Ziel zu erreichen. Aber natürlich läuft nicht alles glatt, Quinn bekommt zwischendrin Gewissensbisse und dann wird sie auf einmal zum Opfer.
Eine rasante Lektüre, eine tolle Gaunerkomödie. Wunderbar geschrieben, sehr unterhaltsam und die Charaktere passen mal so gar nicht in eine Schublade. Und vor meinem Auge entstand sehr anschaulich diese Geschichte aufgrund der detaillierten Beschreibungen.
Auch das zweite Buch von Alex Hay hat mir sehr gut gefallen.
Pina ist die Mutter von Leo. Leo ist Autist, zwanzig Jahre alt und sehr auf seine Mutter fixiert. Doch dann muss Pina ins Krankenhaus, Intensivstation und kann sich nicht um ihren Sohn kümmern. Den wirft das natürlich total aus der Bahn, weil seine täglichen Routinen nicht mehr vorhanden sind und er sich umorientieren muss, was ihm nicht leicht fällt. Aber nach und nach wächst ein neuer Zusammenhalt unter den Hausbewohnern und neue Routinen werden entwickelt und die Menschen rücken näher zusammen. Es ist ein gegenseitiges Geben und Nehmen, eine wunderbare Geschichte für mehr Aufmerksamkeit und Inklusion, für Andersartigkeit und Nächstenliebe.
An manchen Stellen kommt die Geschichte ein wenig märchenhaft und unrealistisch rüber, aber das ist auch in Ordnung, denn es ist ja ein Roman und ich werde hier nicht hinterfragen, wo denn die jeweiligen Kontrollinstanzen bleiben. Denn das würde dem Roman nicht gerecht. Ein Roman, der nachhallt und gut unterhält.
Ich bin ein großer Fan von Wasser und vom Meer und hier hat mich das Cover des Buches schon "magisch" angezogen.
Und die Geschichte hat mir richtig gut gefallen. Die Autorin hat sich viel Mühe mit dem Worldbuilding gegeben, so dass ich mir alles richtig gut vorstellen konnte. Ich mochte die Legenden, die in dieser Welt spielen und die sie mir noch näher gebracht hat. Es ist eine harte Welt, die Armut kennt und das Meer ist oft stürmisch.
Tavi ist eine interessante und vielschichtige Protagonistin, keine, die alles gut kann und die immer alles richtig macht, sondern manchmal ein wenig naiv ist und nicht total überzeugt von sich selbst. Auch der männliche Gegenpart, Eero, wird gut geschildert und bei vielen der Gesprächen musste ich oft grinsen oder auch lachen.
Manche Stellen waren sehr ausführlich in ihren Beschreibungen und die Handlung kam nicht so voran, dafür hat man so die Welt und die Charaktere besser kennenlernen können und ich habe mich dann auch darauf eingelassen.
Ein gelungener Reihenauftakt, die Vorfreude auf die weiteren Bände ist definitiv vorhanden.
Also vorab mal eine Stellungnahme zu dem wunderschönen und so kunstfertig gestalteten Cover. Nehmt euch auf jeden Fall die Zeit, es genau zu betrachten, hier gibt es viel zu entdecken.
Aber nun zum Inhalt, der ja viel wichtiger ist als ein schönes Cover:
Es fängt schon ein wenig gruselig mit einer Séance an und die Protagonistin Roos trifft dort auf ihren Geist Ruth.
Roos wächst bei einem Medium auf und sie soll diese mit Maman nennen, auch wenn sie eben nicht ihre Mutter ist, aber das verkauft sich halt besser. Roos wird von ihr ausgenutzt und zur Mitarbeit bei ihren Betrügereien gezwungen, auch wenn sie Angst hat. Als sich dann eben auch noch Ruth zeigt, dient Roos auch als Medium. Zu einer der Séancen kommt Agnes Knoop und kauft sie ihrer Ziehmutter ab und dann geht die Geschichte erst richtig los.
Der Roman hat viel von einem klassischen Schauerroman und so manches Mal fragt man sich, ist das nun übersinnlich oder Einbildung? Wie soll ich das auffassen? Und das Ende ist auch außergewöhnlich.
Für einen Jugendroman recht komplex, aber mir hat es im Großen und Ganzen gefallen.
Ich war sehr gespannt auf diesen Roman, weil schon der Klappentext so besonders klang.
Und es ist ein wirklich origineller Zeitreiseroman. Und ein wenig verwirrend, weil man immer nachvollziehen muss, in welcher Zeit und welcher Ebene man sich befindet. Aber auf eine gute Weise und so kompliziert ist es auch nicht, den Überblick zu behalten.
Die Protagonistin Eve hat schon ihr gesamtes Leben Schuldgefühle und durch die Reise zum White Octopus Hotel verspricht sie sich eine zweite Chance.
Der Roman wird vorrangig aus der Perspektive von Eve erzählt, springt manchmal zu Max und vor allem durch die Zeit.
Eine Reise, auf die ich mich gerne begeben habe und ein Buch mit einer wunderbaren Magie. Schön erzählt und ein Buch, auf das ich mich sehr gerne eingelassen habe, aber mir fällt es schwer, noch weiter auf den Inhalt einzugehen, ohne zu viel zu verraten: Also, begebt euch auf diese Reise, es lohnt sich.
Goldschmied Nicolaus verlässt nach einem schweren Schicksalsschlag mit seinen drei Kindern Louis, Anne und dem kleinen Bastien seine Heimat Verdun, um in Köln einen Schrein für die Gebeine der Heiligen Drei Könige anzufertigen. Angekommen in Köln wird er jedoch nicht bereits freudig erwartet, sondern muss sich den Auftrag erkämpfen. Wichtig ist dabei die Figur des Jilles, ein Geistlicher, der dem Erzbischof direkt unterstellt ist.
Über den Erschaffer des Schreins ist nicht viel mehr als sein Name bekannt, so dass die Autorin hier freie Hand hatte und geschickt Fiktion und historische Fakten miteinander verbunden hat. So hat sie uns auch das alltägliche Leben in Köln an der Wende vom 12. zum 13. Jahrhundert näher gebracht, aber auch die Politik des Reiches, Kreuzzüge und die Bedeutung von Reliquien. Und immer wieder auch die Goldschmiedearbeiten.
Lebendige Geschichte und ich habe nun Lust bekommen, mal wieder nach Köln zu fahren, um mir den Schrein - nun mit anderen Augen - anzusehen.
Lediglich am Ende haben sich meiner Meinung nach die Ereignisse überstürzt, hier hätte ich mir anderes gewünscht, aber insgesamt hat mir das Buch gut gefallen und ich habe es gerne gelesen.
Leider kenne ich den ersten Teil dieses so charmanten Buches nicht, aber ich glaube, das muss ich unbedingt bald ändern. Einiges wird zwar in diesem Buch angesprochen, aber nicht so viel.
Kaede ist bei ihren Großeltern aufgewachsen, die Großmutter ist mittlerweile verstorben und der Großvater ist dement, hat aber noch ausreichend wache Momente, in denen er mit großem Scharfsinn Kriminalfälle löst. Und das Besondere an diesem Buch ist, dass es sich eben um „literarische“ Fälle geht. Besonders gut haben mir die Verweise auf Hitchcock gefallen; da waren es aber vor allem die auf die Verfilmungen, aber es gibt auch Hinweise auf Bücher.
Kaede ist ein liebevoller Charakter; sie macht sich viele Gedanken und achtet die Freundschaft hoch.
Die Fälle betreffen manchmal sie und ihre Freunde, manchmal nicht. Es gibt abgeschlossene Teile, andere sind es nicht.
Ein ganz charmanter, aus meiner Sicht typisch japanischer Erzählstil und Einblicke in den Alltag runden die Geschichte(n) ab.
Die Welt ist im Umbruch, der Eiserne Vorhang ist gefallen, es gibt nicht mehr die jahrelange Trennung zwischen Ost und West. Und das ist natürlich nicht einfach für einen Doppelspion, denn der alte Feind ist jetzt kein Feind mehr, die Sowjet-Union existiert nicht mehr.
Dieter Germeshausen war nie sonderlich gut als Doppel-Spion, aber dennoch ist er wichtig, denn er ist im Besitz von brisanten Informationen. Gleich zu Beginn befinden wir uns in Kasachstan und Dieter wird vergiftet. Dann gibt es einen Zeitsprung zurück, wir befinden uns in Rom.
Das Buch ist hauptsächlich abwechselnd aus den Perspektiven von Dieter und dem jungen Dichter Jakob Dreiser geschrieben.
Jakob Dreiser freut sich, hinter die Mauern der Botschaft zu schauen, er hat in der Schule Russisch gelernt, ist recht erfolgreich als Dichter und wirkt ein wenig gelangweilt und braucht etwas mehr Pepp in seinem Leben. Und so wird er von Dieter als Spion angeworben.
Eine skurrile Geschichte entwickelt sich im Verlauf des Buches, mit ganz viel 90er Jahre Flair - Mode, Musik, Politik,... - und anfangs hatte ich ganz viele Fragen an das Buch. Ein Buch, das sich abhebt und anders ist, kein klassischer Spionageroman, aber mit vielen "Seitenhieben" auf diese Romane.