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Svenja Leiber schreibt in ihrem Roman „Nelka“ über Zwangsarbeiter in der Nazizeit. In der norddeutschen Heimat der Autorin gab es einen Apfelbaum, den die Zwangsarbeiter noch gepflanzt haben.
Schon aus anderen Romanen kenne ich diese schlimmen Zeiten. Außerdem kannte ich eine Frau aus Polen, die nach Deutschland deportiert worden war.
Das Ganze ist schon schwer, aber als sie in die Heimat zurückkamen, wurden sie auch noch diskretisiert.
Die Autorin beschreibt die Lage der Frauen aus Lemberg, die in ein Gut in Norddeutschland kamen, sehr detailliert und genau.
Die Autorin versteht es gut, mit diesem Thema, den Leser in ihren Bann zu ziehen.
Es ist ein perfekt konstruierter Roman, den ich gerne weiter empfehle.
Selim Özdogan beschreibt in seinem Roman „Ihr kriegt uns hier nicht raus“
die Geschichte einer türkisch kurdischen Gastarbeiterfemilie.
.Er lässt die Familie ab 1977 von Baran ab dem Kindergartenalter erzählen.
Die Figuren hat er lebe halsnah gezeichnet. Allerdings ist der Vater doch ganz schön rabiat und bewirft seine Familie mit unflätigen Worten und Schlägen.
Baran beobachtet alle Personen ge au.
Als sein älterer Bruder später aus der Türkei nach Deutschland kommt, gibt es von ihm Eifersüchteleien.
Die Familie zieht in ein besetztes Haus, so gibt es noch mehr interessante Personen.
Der Roman ist ganz gut geschrieben.
Alissa Wenz hat in ihrem Reoman „Die Komponistin“ eine interessante Geschichte erzählt.
Ich hatte bis jetzt noch nichts von der französischen Komponistin Melanie Bonis gehört.
Wir erhahren dann ihr ganzes Leben von 1858 bis 1937.
Da kann man sich ja vorstellen, das sie als Frau wenig Chancen hatte.
Die Autorin hat alles wunderbar geschrieben. Ich war von der Komponistin gefesselt.
Geteiltes Haus, ist ein opulentes Werk der Schriftstellerin Alice Horáckov
Es ist eine Familiengeschichte im Grenzgängerischen Tschechin und Deutschland. Die Familien wohnen verhältnisgleich Anfang des zwanzigsten Jahrhundert gut miteinander.
Es gibt etliche Vermischungen.
Die Familie Hollmann wird besonders intensiv beschrieben.
Da wird gewildert, das ist bei den Hollmanns schon gang und gebe.
Die Söhne sind auch noch ordentlich Weiberhelden. Mit der Treue nehmen
sie es nicht so wichtig.
Dann kommt der zweite Weltkrieg und die Nazis übernehmen das Regime.
Da sieht man auch die Charaktere der Menschen.
Da meinen sie , warum sollen sie den Besitz der Juden nicht übernehmen, sonst nimmt es jemand anderes.
Das sind mir zwar keine neuen Berichte, die habe ich so schon gelesen.
Außerdem habe ich vielen von Verwandten erfahren, deshalb ist es immer ziemlich erschreckend, weil ich weiß, so war es wirklich.
Nach dem Krieg ändert sich die Stimmung, und viele Deutsche müssen dran glauben.
Die Autorin hat alles stimmig beschrieben.
So ist es ein Stück Zeitgeschichte.
In die Schweiz ist ein besonderer Roman der Schriftstellerin Emma Cline.
Sie lässt ihren Protagonisten David sein letztes Jahr erzählen. Er verliert seinen Verstand und kann ohne die Hilfe Codys nicht mehr klarkommen.
Er will in der Schweiz per Sterbehilfe sterben. Auf dem Weg fliegt er zu seiner Tochter nach London.
Ich weiß nicht so recht, in wie weit seine Eindrücke wirklich stimmen.
Die Geschichte liest sich eigentlich ganz gut, aber so richtig kann ich mich nicht einfinden.
Helene Bracht schreibt in dem Roman „
Irma tanzt“ über ihre Mutter.
Nach dem Schlaganfall Irmas findet sie Brefe, die zwischen ihren Eltern geschrieben wurden.
Über die Ansichten des Vaters, bin ich entsetzt. Zwischen uns hätte es richtig gekracht.
Irma hat in ihrem Leben wenig Glück, deshalb hat sie Angst vor Verlusten.
Ich habe den Roman sehr gerne gelesen und kann ihn nur weiter empfehlen
King Cobra, ist ein etwas durchgeknalltes Buch von Muri Darida. Ich brauchte eine Zeit bis ich mit dem Ton klarkam.Dann ging es besser und mit dem Ende war ich total ausgesöhnt.
Lazi hat ungarische und deutsche Großeltern. Bis er zur Schule kam, war er viel in Ungarn.
Als Erwachsener fährt er nach Budapest.
Da lernen wir seine Tanten kennen, die sind sich nicht immer einig.
Die Autorin lässt alles etwas durcheinander zu einem Roman werden.
Es werden oft Schlagwörter eingeworfen. .
Alles in allem war es eine ordentliche Geschichte.
Gemalte Feuer, ist der erste Roman der Filmemacherin Eva Hegge.
Sie schreibt mit ruhigem Ton.
Es geht um Freundschaft und Kinderwunsch.
Rebecca ist Mitte Dreißig, sie erzählt aus ihrem Leben. Man erfährt aus ihrer Kindheit mit ihrer Freundin.
Dann büffelt sie an ihrem Studium.
Dann gibt es einen Sprung und Rebecca versucht mit allen Mitteln ein Kind zu bekommen. Zwischendurch fantasiert Rebecca von einer Nonne.
Das alles ist ganz gut dargestellt. Mir fehlt ein wenig Schwung in dem Roman.
Ich gebe dem Buch 4 ½ Punkte.
Traurig
Die japanische Schriftstellerin Nao-Cola Yamazaki schreibt in ihrem Roman „Die Schönheit der Distanz“ über das Abschiednehmen durch den Tod.
Ein Mann fährt jeden Tag ins Krankenhaus zu seiner krebskranken Frau.
Die Autorin erfasst seine Gedanken berührend und eindrucksvoll.
Der Mann will seiner Frau Mut machen.
Das ist besondere schwer, es ist schließlich aussichtslos.
Es ist ein wunderbar geschriebener Roman, der aber traurig ist.
Aber lesenswert.
Für den Roman „Die Insel der Meeresfrauen“ hat die Schriftstellerin Lisa See genau und auch in Korea recherchiert.
Dieser Roman spielt auf der koreanischen Insel Jeju.
Dort wurden die Frauen zu Meerestaucherinnen ausgebildet.
Die Protagonistinnen sind sind Young.Sook und ;i-ja, sie sind Freundinnen.
Es ist nicht nur das Tauchen, das interessant ist, sondern auch die schwierige Freundschaft.
Wir erleben dann auch noch die schwierige Zeit, als japanische Soldaten die Insel besetzten.
Aber auch danach war die Lage voller Grausamkeiten.
Lisa See ist eine wirklich begnadete Schriftstellerin, die mich immer wieder begeistert.
Sie schreibt mit großer Präsident .
Dieser Roman ist wieder sehr zu empfehlen.