Erweiterte Suche

Jetzt

anmelden!

News letter

Aktuelle

Termine

Termine

Bewertungen von Leser/innen

  • BERG 2024 - Alpenvereinsjahrbuch von Deutscher Alpenverein; Alex Klemmer

    Vorwort:
    Das Alpenvereinsjahrbuch des Deutschen, Österreichischen und Südtiroler Alpenvereins bietet Jahr für Jahr vertiefte Einblicke in das alpine Geschehen und viel Lesestoff für alle, die die Berge lieben.

    Zum Inhalt:
    Das Jahrbuch ist nach unterschiedlichen Themen in die Kapitel Bergwelten, BergFokus, BergMenschen, BergSteigen, BergWissen und BergKultur aufgeteilt..

    Nach einem Zitat von Ludwig Ganghofer vor 130 Jahren "Herr, wen Du lieb hast, den lässest Du fallen in dieses Land" lautet der inoffizielle Werbespruch der Region Berchtesgaden.
    Der gesamten Region um den Mythos, Naturwunder und Sportplatz Watzmann herum ist der Gebietsschwerpunkt BergWelten gewidmet. Näher beleuchtet wird der stetig wachsenden Zustrom an Erholungsuchenden und Sportbegeisterten Menschen und der Versuch dem Ganzen durch eine Besucherlenkung an Watzmann und Königsee Herr zu werden. Die direkte Konfrontation mit den digitalen Möglichkeiten heutiger Apps und einer fehlenden Planung bzw. Vorbereitung auf Bergtouren, was zum Einen die das Wegnetz betreuenden Alpenvereinssektionen und zum Anderen die Bergwachten mit zunehmenden Einsatzzahlen in Bedrängnis bringt. Ein sehr spannendes Thema.

    Die beängstigende Geschwindigkeit und die vielfältigen Folgen des Klimawandels werden ausführlich im Kapitel BergSteigen behandelt. Die Herangehensweise und Auseinandersetzung der unterschiedlichen Generationen mit diesem Thema lehren, dass der weiteste Horizont nicht nur aus Gipfeln besteht. Dieses Bewußtsein ist angekommen, auch wenn ein gewisser Nachholeffekt der Pandemie und des Lockdowns nicht abzuweisen ist. Weitere Themen sind u.a. Nachforschungen zur ersten Besteigung des Ortlers, die Besteigung des Fuji-an und ein Beitrag zum Alpinismus mit Ski.

    Im Kapitel "BergMenschen" begegnen wir u.a. Barbara "Babsi" Vigli über den Wolken und Cenzi Ficker-Sild, einer Zeitzeugin mit alpinistischen Erfolgen in politisch aufgewühlten Zeiten um die Jahrhundertwende. Der slowakische Bergsteiger Zoltan Demjan zieht mit einem Rückblick zum Dhaulagirie Bilanz. Daneben gibt es erstaunliche Einblicke in das Leben eines Steinbock-Hirten abseits aller Pfade.

    Die Rückkehr der Wölfe in die Alpen und das damit verbundene mögliche Ende der Almen wird im Kapitel "BergWissen" behandelt. Ein weiterer Aspekt ist ein Rückblick auf das Außenlager des KZ Dachau in den Alpen von 1938 - 45.

    Die BergKultur erzählt von Aufstieg und Fall der Sektion Krain des Deutschen und Österreichischen Alpenvereins. Ein Mundart-Rap sieht brennende Schneekanonen in Tirol und eine weitere Kolumne beleuchtet den Comiczeichner und Kaberettisten Eberhard "Erbse" Köpf.

    Daneben gibt es noch viele Geschichten und Texte in den unterschiedlichen Themenwelten, die den Rahmen einer kurzen Besprechung deutlich sprengen. Daher bleibt vor dem Kauf bzw. Ausleihen nur noch die Möglichkeit einen digitalen Blick in das Buch zu werfen (siehe unten).

    Zum Klappentext:
    Zeitschrift Band 148: Große Momente. Spannende Entwicklungen. Weite Ausblicke. Menschen und Themen, die uns bewegen und uns wichtig sind.
    Das Jahrbuch BERG bietet mit erstklassigen Beiträgen namhafter Autorinnen und Autoren und großartigen Bildern einen unverzichtbaren Überblick über die wichtigsten Themen aus der Welt der Berge und des Bergsports. "König" Watzmann und sein nicht minder eindrucksvolles Gefolge im Nationalpark Berchtesgaden stehen im Mittelpunkt des BergWelten-Gebietsthemas. Der BergFokus widmet sich der "Alpen-WG" - und der Frage, wie Menschen heute im Gebirge leben und arbeiten.

    Fazit:
    Auf über 250 prall gefüllten Seiten findet man Historisches und Aktuelles rund um Leben, Arbeiten, Erholung und Sportbetätigung in der gesamten Alpenregion. In bewährter Manier haben die Alpenvereine eine inhaltlich ansprechende Lektüre zusammengestellt und beleuchten durchaus kritische Themen. Das Jahrbuch ist nicht nur etwas für Bergsportler, sondern für alle, denen das Thema "nachhaltiger Umgang mit der Natur" wichtig ist. Das Jahrbuch kann sinnvoll die Stunden füllen, die wir Zuhause verbringen dürfen oder müssen.

  • Meine Hofladenküche von Conny Mauracher

    Vorwort:
    In Ihrem Job als Ordnungscoach, Seminarbäuerin oder auch als Mutter und Familienmitglied auf einem Bergbauernhof im Tiroler Brixental, trägt die Autorin immer die Überzeugung mit sich, dass eine gute Planung von Mahlzeiten und Vorräten mit guten Lebensmittel aus Hofläden den Geldbeutel nicht mehr belasten als bei einem üblichen Supermarkteinkauf.

    Zum Inhalt:
    Die Autorin bricht zunächst eine Lanze für die heimischen Hofläden. Bei der Suche nach Hofläden in Österreich, Bayern und Südtirol helfen mit QR-Code abscannbare Verzeichnisse. Ansonsten sind Wochenmärkte eine gute Alternative. Vielleicht einfach einmal in der Nachbarschaft umhören, wo es vergleichbares gibt. Als qualifizierter Ordnungscoach führt die Autorin in die Themen Vorräte und Vorratshaltung ein, hilft beim Erstellen von Essensplänen und der Restverwertung. Eine sorgfältig zusammengetragene Liste gibt einen Überblick über die Vorräte, die fester Bestandteil in der Küche sein können.

    Insgesamt werden von Conny 70 köstliche Rezepte mit entsprechend nachhaltigen bzw. regionalen Produkten vorgestellt. Die Untergliederung erfolgt nach Salaten, Suppen, Hauptspeisen, Mehlspeisen & Süßes, Brot & Kleingebäck, Aufstrichen und Basics & Allerlei. Ein übersichtliches Rezeptverzeichnis ist am Ende des Buches zu finden. Die Rezepte sind im Übrigen alle extremst lecker und alltagstauglich und kommen ohne exotische Zutaten aus.

    Als lustige Dreingabe findet man auf der Seite 166 ein kleines österreichisch-deutsches Küchenlexikon, das einem beim Übersetzen so mancher Fragezeichen aufwerfender Ausdrücke unterstützt. Wer kennt es nicht: Schlagobers ist Schlagsahne!

    Zum Klappentext:
    Von Feld und Stall frisch auf den Tisch. In diesem Buch dreht sich alles um die Schätze, die unsere heimischen Hofläden zu bieten haben. Conny Mauracher stammt selbst aus einer Bauernfamilie und entführt Sie in die Welt traditioneller und moderner Rezepte, bei denen sämtliche Zutaten aus regionalen Höfen stammen.

    Vom knusprigen Bauernbrot über frische Gemüsegerichte bis hin zur selbstgemachten Lasagne und verlockenden Mehlspeisen spiegelt jedes Rezept die Fülle und Frische heimischer Produkte wider. So ist nicht nur ein vielseitiges und alltagstaugliches Kochbuch entstanden, sondern auch eine Liebeserklärung an die Qualität unserer regional hergestellten Lebensmittel.

    Fazit:
    Unabhängig von der ländlichen Herkunft der Autorin sind die tollen Rezepte in jeden Alltag umsetzbar. Dabei spielt es keine Rolle, ob die Produkte vom Biohof, Wochenmarkt oder Supermarkt bezogen werden. Überall lässt sich mittlerweile auf regionale Produkte zurückgreifen. Neben der Hauptsache "gutes Essen" hilft das Kochbuch auch mit Blick auf Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit die eigenen Ressourcen im Alltag besser einzusetzen. Für den nach Rezept gemachten Kartoffelsalat habe ich viel anerkennendes Lob von der Familie erhalten - und die ist bekanntlich ja die beste aber auch ehrlichste Jury.

  • Ernährung und Sport von Angelika Kirchmaier; Heinz Bédé-Kraut; Corinna Welser; Ronald Newerkla

    Vorwort:
    Für den Freizeitsportler gibt es viele Informationsquellen, doch welche davon sind richtig und welche sind eher der Kategorie Märchen zuzuordnen. Was erreicht man mit Trainingsplänen, Diäten, Pillen und Pülverchen? Dieses Buch beantwortet viele Fragen und steht fachlich fundamentiert beratend zur Seite.


    Zum Inhalt:
    Passend zum Buchtitel ist der Inhalt in die beiden großen Bereiche "Ernährung" bzw. "Sport" unterteilt. Der Leser erhält Einblicke in die Grundlagen der Ernährung im Freizeitsport, erfährt welche Nahrungsmittel unverzichtbar und welche dagegen zu vermeiden sind. Man erfährt z. B. welche pflanzlichen Lebensmittel sich als sinnvolle fleischlose Alternative anbieten. Es wird auf Unterschiede bei Zusammensetzung und Zufuhr von Flüssigkeiten im Alltag und beim Sport eingegangen. Man erfährt, was man etwa anhand der Harnfarbe feststellen kann.

    Die Informationen sind nach dem Prinzip eines Frage-Antwort-Spiels verpackt: Zunächst wird die einen möglicherweise beschäftigende Frage gestellt und im Anschluss wird diese fundiert beantwortet. Ich möchte das an einem Beispiel vorführen: Auf die Frage "Was kann passieren, wenn ich zu wenig trinke!" erhält man die Antwort zu möglichen Folgen eines Flüssigkeitsmangels. Man kann geschickt anhand der Fragen einschränken, welche Themen aktuell für die Person von Interesse sind.

    Es gibt einzelne Rubriken zu den Themen Sport-Gels, Kohlenhydrate, Energyfood, Eiweiß & Muskeln, Magnesium, Verdauungsbeschwerden, Regeneration und Gewichtsabnahme. Am Ende des Ernährungsblocks gibt es den Alltag begleitende praktische Tipps vom Frühstück bis zum Abendessen und darüber hinaus.

    Im Kapitel "Sport" werden mit der gleichen Vorgehensweise Fragen gestellt und beantwortet. Dabei werden unterschiedliche Sportarten wie Laufen, Nordic Walking, Schwimmen, Radfahren (Indoor, Rennrad, Mountainbike), Skilanglaufen und Skibergsteigen behandelt. In einer weiteren Rubrik wird mit Fitessmärchen, Gerüchten und Unwahrheiten aufgeräumt.

    Kinder und Sport sind ein paar Fragen gewidmet bevor in der letzten Rubrik der "Psychologie" eine nicht minder wichtige Plattform bereitet wird. Die wesentliche Frage ist hierbei, wie die persönlichen sportlichen Ziele erreicht werden können.

    Zum Klappentext:
    Richtig essen - richtig trainieren
    Wer kennt das nicht: Das Lauftraining wurde Punkt für Punkt eingehalten und trotzdem bleibt der Erfolg aus? Die Kilos sollen endlich purzeln und trotz regelmäßigem Besuchs im Fitnesssstudio schmelzen die Pfunde nicht wie gewünscht? Das alles müsste nicht sein, denn bei der Ernährung wie auch beim Training kommt es auf das "Gewusst wie" an und oft helfen schon kleine Veränderungen, um nachhaltig Erfolge zu haben und das selbstgesteckte Ziel zu erreichen.

    In diesem Buch beantworten namhafte Experten aus den Bereichen Ernährungs- und Sportwissenschaften sowie Psychologie die häufigsten Fragen rund um die richtige Ernährung und das perfekte Training für Freizeitsportler. Ihre Tipps helfen dabei, unnötige Fehler zu vermeiden und sich fit und gesund zu fühlen - für mehr Freude bei der nächsten Laufrunde, der gemeinsamen Bergwanderung oder einer ausgedehnten Tour mit dem Bike.

    Fazit:
    Experten aus Sportwissenschaft, Psychologie und Ernährung haben dieses Buch für Gelegenheits-/ Freizeitsportler:innen so konzipiert, dass mit angemessenem zeitlichen Aufwand Gesundheit und Wohlbefinden mit passablen Leistungen kombiniert werden können. Das Fazit der Autor:innen fällt so aus: "Freizeitsport hat das Potenzial zum Gesundheitssport!".

    Mir persönlich hat der Aufbau des Buches mit dem Frage-Antwort-Spiel sehr gut gefallen und ich konnte einige neue interessante Erkenntnisse für meine ganz persönliche sportliche Ambitionen erhalten.Vorwort:
    Für den Freizeitsportler gibt es viele Informationsquellen, doch welche davon sind richtig und welche sind eher der Kategorie Märchen zuzuordnen. Was erreicht man mit Trainingsplänen, Diäten, Pillen und Pülverchen? Dieses Buch beantwortet viele Fragen und steht fachlich fundamentiert beratend zur Seite.


    Zum Inhalt:
    Passend zum Buchtitel ist der Inhalt in die beiden großen Bereiche "Ernährung" bzw. "Sport" unterteilt. Der Leser erhält Einblicke in die Grundlagen der Ernährung im Freizeitsport, erfährt welche Nahrungsmittel unverzichtbar und welche dagegen zu vermeiden sind. Man erfährt z. B. welche pflanzlichen Lebensmittel sich als sinnvolle fleischlose Alternative anbieten. Es wird auf Unterschiede bei Zusammensetzung und Zufuhr von Flüssigkeiten im Alltag und beim Sport eingegangen. Man erfährt, was man etwa anhand der Harnfarbe feststellen kann.

    Die Informationen sind nach dem Prinzip eines Frage-Antwort-Spiels verpackt: Zunächst wird die einen möglicherweise beschäftigende Frage gestellt und im Anschluss wird diese fundiert beantwortet. Ich möchte das an einem Beispiel vorführen: Auf die Frage "Was kann passieren, wenn ich zu wenig trinke!" erhält man die Antwort zu möglichen Folgen eines Flüssigkeitsmangels. Man kann geschickt anhand der Fragen einschränken, welche Themen aktuell für die Person von Interesse sind.

    Es gibt einzelne Rubriken zu den Themen Sport-Gels, Kohlenhydrate, Energyfood, Eiweiß & Muskeln, Magnesium, Verdauungsbeschwerden, Regeneration und Gewichtsabnahme. Am Ende des Ernährungsblocks gibt es den Alltag begleitende praktische Tipps vom Frühstück bis zum Abendessen und darüber hinaus.

    Im Kapitel "Sport" werden mit der gleichen Vorgehensweise Fragen gestellt und beantwortet. Dabei werden unterschiedliche Sportarten wie Laufen, Nordic Walking, Schwimmen, Radfahren (Indoor, Rennrad, Mountainbike), Skilanglaufen und Skibergsteigen behandelt. In einer weiteren Rubrik wird mit Fitessmärchen, Gerüchten und Unwahrheiten aufgeräumt.

    Kinder und Sport sind ein paar Fragen gewidmet bevor in der letzten Rubrik der "Psychologie" eine nicht minder wichtige Plattform bereitet wird. Die wesentliche Frage ist hierbei, wie die persönlichen sportlichen Ziele erreicht werden können.

    Zum Klappentext:
    Richtig essen - richtig trainieren
    Wer kennt das nicht: Das Lauftraining wurde Punkt für Punkt eingehalten und trotzdem bleibt der Erfolg aus? Die Kilos sollen endlich purzeln und trotz regelmäßigem Besuchs im Fitnesssstudio schmelzen die Pfunde nicht wie gewünscht? Das alles müsste nicht sein, denn bei der Ernährung wie auch beim Training kommt es auf das "Gewusst wie" an und oft helfen schon kleine Veränderungen, um nachhaltig Erfolge zu haben und das selbstgesteckte Ziel zu erreichen.

    In diesem Buch beantworten namhafte Experten aus den Bereichen Ernährungs- und Sportwissenschaften sowie Psychologie die häufigsten Fragen rund um die richtige Ernährung und das perfekte Training für Freizeitsportler. Ihre Tipps helfen dabei, unnötige Fehler zu vermeiden und sich fit und gesund zu fühlen - für mehr Freude bei der nächsten Laufrunde, der gemeinsamen Bergwanderung oder einer ausgedehnten Tour mit dem Bike.

    Fazit:
    Experten aus Sportwissenschaft, Psychologie und Ernährung haben dieses Buch für Gelegenheits-/ Freizeitsportler:innen so konzipiert, dass mit angemessenem zeitlichen Aufwand Gesundheit und Wohlbefinden mit passablen Leistungen kombiniert werden können. Das Fazit der Autor:innen fällt so aus: "Freizeitsport hat das Potenzial zum Gesundheitssport!".

    Mir persönlich hat der Aufbau des Buches mit dem Frage-Antwort-Spiel sehr gut gefallen und ich konnte einige neue interessante Erkenntnisse für meine ganz persönliche sportliche Ambitionen erhalten.

  • Vorwort:
    Brigitte Pregenzer begründete 2008 die Hildegardakademie in Dornbirn zur Ausbildung von Referentinnen nach der Hildegardlehre. Ihre zahlreichen Ratgeber, Geschenkbücher und Kalender erfreuen sich großer Beliebtheit und erreichen eine große Leserschar.

    Zum Inhalt:
    Auf Grundlage des Wissens von Hildegard von Bingen hat die Autorin einen umfangreichen Ratgeber zusammengestellt, um damit wirksam Krankheiten und Beschwerden auf natürliche Weise mit der Heilkraft der Natur zu behandeln. Das Buch ersetzt ausdrücklich keinen Arzt und der Leser wird angehalten bei ernsthaften Erkrankungen unverändert ärztlichen Rat einholen.

    Inhaltlich geht es um eine ganzheitliche Betrachtung von Körper, Seele und Geist. Krankheiten sind oft ein Indikator dafür, dass etwas aus dem Gleichgewicht geraten ist und es dafür oftmals eine berechtigte Ursache gibt. Die im Buch vorgeschlagenen Heilmittel können vorbeugen das Immunsystem zu stärken oder eine Genesung unterstützen. Für die Pflege von Geist und Seele gibt die Autorin einen Überblick über "Sechs goldene Lebensregeln", ebenfalls basierend auf Hildegard von Bingen. Dabei wird der Mensch als Teil der Natur betrachtet und als solcher sind wir auf die Natur und den Umgang mit ihr angewiesen. Gute Ernährung, Bewegung und Ruhe, Schlaf, Befreiung von belastenden Substanzen sowie geistige Betätigung und Kreativität, Spiritualität und zu Tage fördern unserer Talente ergeben zum Schluss das Gesamtbild.

    Das Buch ist aufgebaut nach dem größten Kapitel für Krankheitsbildern und den dafür von der Natur vorgesehenen Heilmitteln. Ein weiteres Kapitel führt alphabetisch die Heilmittel mit möglichen Verwendungsmöglichkeiten und Dosieranleitungen auf. Ein besonders Kapitel ist der Frauengesundheit gewidmet. Mögliche Leiden sind auch hier alphabetisch aufgeführt. Dann folgt das Kapitel mit den "Sechs goldenen Lebensregeln". Hier erhält man als Leser Denkanstöße, das eigene Leben bzw. den bisherigen Lebensstil zu überprüfen und zu hinterfragen. Schon kleine Veränderungen in unserem Lebensalltag oder unseren Lebensgewohnheiten können sich, so die Autorin bzw. Hildegard von Bingen, bemerkbar positiv auf das Wohlbefinden auswirken.
    Das Kapitel "Ernährung nach den Hildegardkriterien" ist im heutigen Zeitalter des Überangebotes an Nahrung eine Besinnung auf Qualität, Einfachheit und Kochen als Investition für unsere Gesundheit. Behandelt werden Grundnahrungsmittel und sinnvoller Einsatz von Gewürzen und Kräutern. Ergänzt wird das Kapitel durch verschiedene Rezepte; auch wieder mit ergänzenden Hinweisen zu Anwendungsmöglichkeiten.

    Die "Hildegard-Apotheke für Einsteiger" beinhaltet eine Aufstellung und Beschreibung von wertvollen Heilmitteln für den Hausgebrauch.
    Das letzte Kapitel entführt kurz in die Vergangenheit und das spannende Leben von Hildegard von Bingen bevor ein umfassendes Inhaltsverzeichnis den Inhalt des Buches in übersichtlicher Weise darstellt.


    Zum Klappentext:
    Hildegard von Bingen hat einen großen Schatz an Heilmitteln und Behandlungstipps hinterlassen. Dieses Wissen und die eigene jahrelange Erfahrung hat Brigitte Pregenzer in diesem Buch zusammengefasst. Der seit Jahren bewährte und nun grundlegend überarbeitete Gesundheitsratgeber ist praxisnah und anwenderfreundlich gestaltet und empfiehlt Heilmittel, die einfach zu beziehen und leicht anzuwenden sind. Alle wichtigen Krankheitsbilder - von Allergien bis Zahnweh - sind aufgelistet. Neben der "Hildegard-Apotheke für Einsteiger" und Hinweisen zum richtigen Fasten und der wohltuenden Lebensführung nach den sechs goldenen Lebensregeln enthält dieser Ratgeber nun auch ein ausführliches Kapitel zum Thema Frauengesundheit und ein erweitertes Kapitel zur gesunden Ernährung. Ein ausführliches Stichwortregister erleichtert die Suche nach den richtigen Mitteln.

    Fazit:
    Ein zentraler Begriff der Lehre von Hildegard von Bingen ist die "Discretio" - das rechte Maß. Das ist es meiner Auffassung nach auch, was uns die Autorin mit dem Gesundheitsbuch an die Hand geben möchte: Einen umfassenden Leitfaden, mit Denkanstößen zum eigenen Lebensstil, Ideen zum stückweiten Einbau von gesunder Ernährung dort wo es möglich ist, Vorschläge zur Behandlung von Beschwerden mit Mitteln der Natur und vielleicht nur die Zeit genießen, die wir beim Lesen des Buches für uns haben. Was ich inhaltlich nicht vermisst habe, sind medizinische Fachausdrücke.

  • Luki Laus von Lena Raubaum

    Vorwort:
    Zu Beginn warten die beiden Autorinnen mit einem Rätsel zu ihrer Herkunft auf und geben so gleich auch einen kleinen Einblick in ihre Kreativität. Das Buch, Büchlein oder der Bildband hat meinem Eindruck nach genau die richtige Größe und Qualität um durch viele Kinderhände oder auch Erwachsenenhände zu gehen. Die Lebenserwartung dürfte damit höher sein, als die des eigentlichen Helden der Geschichte im Buch, Büchlein oder Bildband.

    Damit komme ich auch gleich...

    Zum Inhalt:
    Die beiden Autoren haben sich einem in der Gesellschaft immer noch mit Scham behafteten Thema angenommen. Und das auf eine spielerische und witzige Art. Hierzu darf der Hauptakteur Luki Laus das Verhältnis zu uns Menschen aus seiner Sicht als Kopflaus erzählen. Wie es zu Freundschaft mit uns kommt und wie man sie wieder beenden kann. Auch die Verwandschaftsverhältnisse zu anderen Lausarten werden offengelegt. Neben den Ausführungen von Luki Laus findet man an passender Stelle platziert zusätzliche Hintergrundfakten. Als witzige Dreingabe ist im Büchlein auch noch ein herausnehmbares "Lausmalbild" zum Ausmalen, eine kleine Zusammenstellung von "lausigen" Redewendungen und deren Herkunft und neben "lausigem" Wissen auch noch "lausige" Witze eingelegt.

    Zum Klappentext:
    Wenn's kratzt, juckt und haarig wird: Als waschechter Kopflausbub sprudelt Luki Laus, was das Mundwerkzeug hält, erzählt haarklein von sich und seinen Artgenossen und räumt mit so manchem lausigen Mythen auf...
    Spannende Fakten über ein echt lästiges Insekt.

    Fazit:
    Auf spielerische Art lässt sich mit dem Büchlein das Thema "Kopflaus" näher bringen...dabei spielt es keine Rolle ob eigenes Kind, Enkel oder Erwachsener. Luki Laus führt einfühlsam und verständlich durch die schön illustrierte Geschichte. Sehr gut finde ich auch, dass so ganz nebenbei mit dem Vorurteil aufgeräumt wird, dass Kopflausbefall nichts mit mangelnder Hygiene zu tun hat. Ein ideales Geschenk für einen Kinderbuchschrank (ab 5 Jahre) oder für betroffene Freunde oder Familienangehörige. Rein präventiv gelesen verhindert es jedoch nicht unbedingt den nachträglichen Besuch von Luki Laus oder eines Verwandten dieser Spezies.

  • Höher steigen, weiter blicken von Bernd Ritschel

    Vorwort:
    Bernd Ritschel geht seit mehr als 40 Jahren als Fotograf und Bergbuchautor seiner Leidenschaft für die Berge nach. Davon zeugen über 30 veröffentlichte Bildbände, zahlreiche Kalender und ein Foto-Lehrbuch. Daneben hält er Vorträge und Foto-Workshops.

    Zum Inhalt:
    Ich halte ein kleines Büchlein ungefähr in der Größe DIN-A5 in der Hand. Das Titelbild auf dem Umschlag entführt in luftige Höhen und lässt den Blick über grüne und felsig schrofe Gipfel gleiten. Das Tal liegt unter einer weißen Wolkendecke verborgen. Es vermittelt mir trotz seiner geringen Größe ein leichtes und befreiendes "Über den Wolken"-Gefühl. Beim Öffnen des Buches hält uns ein ganzseitiges Bergpanoramabild mit einer herrlichen Stimmung weiter in der Luft und bereitet den Leser auf die kommenden Inhalte vor.

    Auf jeder der kommenden 19 Doppelseiten finden sich jeweils ein zum Nachdenken anregendes Zitat und eine passende Aufnahme aus den Bergen. Damit wird für alle Leserinnen und Leser eine inspirirende Gedankenreise in die Berge ermöglicht, ganz egal ob man dazu physisch in der Lage ist. Die Berge sind seit jeher ein Sehnsuchtsort, früher mehr wegen dem mystischen, geheimnisvollen Unbekannten - heute mehr um Abstand vom Alltag zu finden und frische Energie zu tanken oder um seine Grenzen auszutesten. Die anregenden Texte spiegeln dieses Erlebnis des Bergwanderns und Bergsteigens wider. Die Texte stammen dabei von unterschiedlichsten unser Leben beeinflussender Menschen. Komponisten, Politiker, Bergsteiger, Lebenskünstler, Fotografen...um nur einige zu nennen. Die Quellennachweise finden sich am Ende des Büchleins auf den Seiten 40 und 41.

    Als Beispiel aus dem Inhalt möchte ich ein Zitat von dem Weltenwanderer Gregor Sieböck anführen:

    "Die große Herausforderung besteht darin,
    überhaupt aufzubrechen,
    vermeintliche Sicherheiten hinter sich zu lassen
    und stattdessen der Ungewissheit des Weges zu begegnen.
    Der Weg entsteht dann wie von selbst."

    Zum Klappentext:
    Von Zeit zu Zeit braucht man einen neuen Standpunkt, damit man die Welt wieder mit anderen Augen sieht. Vielen Menschen gelingt dies am besten in den Bergen. Mit stimmungsvollen Fotos und inspirierenden Texten spiegelt dieses Geschenkbuch das wohltuende Erlebnis des Bergwanderns und Bergsteigens wider.

    Fazit:
    Das schöne Buch von Bernd Ritschel ist nicht nur ein stimmungsvoller Bildband mit anregenden "Berg-Botschaften" zum Verschenken. Wenn die Gedanken einmal schwer werden oder man Motivation und Anregung benötigt, greift man kurz zum Büchlein und erfreut sich an einem der vielen sinnstiftenden Texte. Ich werde mein Büchlein nicht so weit weglegen.

  • Thomas Mariacher, Skitouren in Osttirol und Oberkärnten
    Hohe Tauern, Villgrater Berge, Lienzer Dolomiten, Karnische Alpen, Tyrolia-Verlag, Innsbruck 2020, 37,95 €

    „Ziele für mehr als ein halbes Leben.“ Dieses Zitat von der Rückseite des Buches trifft ziemlich gut, was einen dort erwartet: 200 Skitouren auf 510 Seiten. Natürlich kann man sich fragen, ob das wirklich nötig ist, denn jemand, der nicht vor Ort wohnt, wird allenfalls einen Bruchteil der beschriebenen Touren angehen können. Andererseits bietet ein solches Werk den Vorteil eines (ziemlich) umfassenden Nachschlagewerks. So ist es nicht nur für die Osttiroler und Oberkärntner selbst ein nützliches Werk, sondern auch für Skitouristen, die ein wenig mehr an Auswahlmöglichkeiten haben wollen, wenn sie in den beschriebenen Gebieten eine Tourenwoche verbringen.

    Das Buch selbst ist sehr schön aufgemacht, enthält zahlreiche Fotos, von denen in manche der Tourenverlauf eingezeichnet ist und somit eine erste, gute Übersicht vermitteln. Dem gleichen Zweck dienen topographische Übersichtskarten im Maßstab 1:50.000, aus denen sich ebenfalls die beschriebenen Skirouten ersehen lassen. Der Autor weist zurecht darauf hin, dass eine exakte Tourenplanung bei diesem Maßstab noch nicht sinnvoll möglich ist. Die Gliederung des Tourenführers folgt den Tälern. Hier hätte sich die Gliederung deutlicher herausarbeiten lassen, wenn die einzelnen Tourengebiete verschiedene Farben zugewiesen bekommen hätten, anstelle eines einheitlichen Lilafarbtones. Im letzten Kapitel werden schließlich noch die sechs Etappen und eine Variante der Ski-Route Hochtirol beschrieben.

    Nach einer kurzen, aber ausreichenden Einführung folgt der Beschreibungsteil. Dieser enthält immer zuerst einige allgemeine Ausführungen zu den Zielen. Hier wäre weniger mehr gewesen. Danach werden Ausgangspunkt und Anfahrt beschrieben, sodann die Aufstiegsroute, die Abfahrt sowie gegebenenfalls Varianten. Etwas klein geraten und dadurch nicht gerade übersichtlich sind die durch Symbole charakterisierten Hinweise zur Schwierigkeit, zu besonderen Gefahren, zur Steilheit, Exposition, Höhenmetern und Tourdauer. Diesen, nur etwa 1 cm breiten Streifen, hätte man besser größer gestaltet und die Hinweise zu Ausgangspunkt und Anfahrt gleich dort mit aufgenommen. Die eigentlichen Tourenbeschreibungen sind recht exakt gehalten, was ich anhand des knappen Dutzend von mir in den letzten Jahren bereits durchgeführten Touren überprüfen konnte.

    Was mir wirklich fehlt, ist sind bei einem so umfangreichen Führer Tabellen der Touren, die diese einmal nach Höhenmetern und ein weiteres Mal nach Schwierigkeiten gliedern. Solche Aufstellungen könnten auch nur für die einzelnen Gebiete erfolgen, damit die Entscheidung für ein bestimmtes Tal als Urlaubsort nicht von klangvollen Gipfelnamen, sondern anhand der zu erwartenden Anforderungen getroffen werden kann.

    Insgesamt aber eine durchaus beachtliche Sammlung interessanter Skitouren von leicht bis wirklich herausfordernd. Den Preis von knapp 38 € ist das Buch sicher wert. Ob man ihn investieren will, hängt allerdings von einer Prognose ab, wie oft man in Osttirol unterwegs sein wird.
    Buchbesprechung vom 22.02.2021 von Gipfelsammler (Alpines Forum Alpic.net)

  • Nur der Berg ist mein Boss von Hainz Christoph

    Christoph Hainz? Nie gehört! Wie gibt es das, obwohl Christoph Kammerlander im Nachwort über ihn sagt "An Dir hat mir stets Deine Vielseitigkeit und die Professionalität imponiert, mit der Du in jedem Gelände unterwegs warst." Und einen Kammerlander zu beeindrucken, dazu gehört ja wohl schon einiges.
    Und das nächste Bemerkenswerte ist das Vorwort. Es stammt immerhin von keinem Geringeren als Frank-Walter Steinmeyer, seines Zeichens Bundespräsident der Bundesrepublik Deutschland und seit Jahren Kunde des Bergführers Christoph Hainz.

    Das macht neugierig auf den Menschen, der sich hinter dem Namen verbirgt. Und das ist etwas, das gut gelungen ist, den Menschen zu beschreiben, dessen Lebensweg im Mittelpunkt des Buches steht. So werden in den ersten Kapiteln die Ursprünge des Bergbauernkindes aus einem Seitental des Tauferer Ahrntals beschrieben und das Entstehen seiner Leidenschaft zu den Bergen.

    Man versteht, warum so ein Mensch kein Lawinen-3x3 braucht. Allein durch die Beobachtung der gegenüber liegenden Berge sammelt sich im Laufe der Jahre so viel an Erfahrung an, dass das Erkennen der Gefahr in Fleisch und Blut überzugehen scheint - faszinierend.

    Heimatverbunden und bodenständig, so präsentiert sich Christoph Hainz zunächst, bis ihn Sturm und Drang aus der Südtiroler Heimat hinausführen. Wirklich packend liest sich die Beschreibung seiner Erlebnisse in der Eigernordwand. Und nicht zu vergessen: die dazu gehörenden Bilder. "Magic Mushroom" nennt er seine Route; warum, das erschließt sich angesichts wirklich großartiger Aufnahmen von selbst.

    Eher wesensfremd scheint dann seine Besteigung des Shivling-Nordpfeilers mit Hans Kammerlander. Wer hier meint, nach den dortigen Abenteuern sei das Thema außereuropäisches Bergsteigen erledigt, sieht sich aber getäuscht. Zwar ist es nicht mehr der Himalaja. Aber eine mehr oder weniger ungeplante Free-Solo-Besteigung des Fitz Roy zeigen die Suche nach der Herausforderung. Touren im Yosemite, Routen am Polarkreis, in Südafrika und in Jordanien folgen, bevor die Heimat den Menschen Christoph Hainz wieder vereinnahmt. Dass sich Hainz aber inmitten der Jordanischen Einsamkeit wundert, dass er beim Abseilen über 400m jede der Abseilstellen selbst einrichten muss, erstaunt doch ein wenig.

    Das letzte Kapitel über waghalsige Eisklettereien in Südtirol beeindruckt mich dann nur noch von den Fotos her. Eine der Bildunterschriften bringt es dann doch ganz gut auf den Punkt : "Ice is nice oder doch ein paar Schrauben locker? Das ist die Frage ...."

    Am amüsantesten zum Lesen finde ich eines der eingestreuten Interviews und zwar das mit seiner Lebensgefährtin. Und die macht eines deutlich: Nicht der Berg ist der Boss, sondern Christoph Hainz' Leidenschaft, die ihn immer wieder und immer noch zu wirklich beeindruckenden Höchstleistungen anspornt. Ein Mensch und Bergführer mit dem man gerne einmal unterwegs sein möchte, am liebsten in den Drei Zinnen.

    Eine wirklich empfehlenswerte Urlaubslektüre mit teils Wahnsinnsbildern.

    Buchbesprechung im alpinen Forum von Alpic.net von Gipfelsammler Claus

  • Er ging voraus nach Lhasa von Nicholas Mailänder

    „Die wahre Geschichte hinter dem Mythos“, so beschreibt der Klappentext kurz und prägnant die Biographie über Peter Aufschneiter. Aber was heißt schon „Mythos? Nun gemeint ist das hier in dem Sinne, dass mit falschen Vorstellungen aufgeräumt wird. Denn ungleich stärker im Bewusstsein der Bergsteiger verankert ist ja nicht Peter Aufschneiter, sondern Heinrich Harrer, dem mit „Sieben Jahre in Tibet“ unbestreitbar ein Bestseller gelungen ist. Die wahrhaft treibende Kraft der beiden zu Beginn des zweiten Weltkriegs nach Tibet geflüchteten Männer war aber der weitgehend unbekannte Peter Aufschneiter.

    Nicholas Mailänder geht unter Mithilfe von Otto Kompatscher einen interessanten Mittelweg zwischen Biographie und Autobiographie, lässt er doch Aufschneiter durch Einstreuung farbig hervorgehobener Originalzitate selbst zu Wort kommen. So bekommt der Leser einen unmittelbaren und naturgemäß authentischen Eindruck des Erlebten. Und nicht nur das. Auch Fotos und vor allem die Zeichnungen Aufschneiters illustrieren eindrucksvoll den Weg einer wirklichen Dokumentation des wechselvollen Lebenswegs von Peter Aufschneiter.

    Dabei wird zunächst dem gesamten Umfeld, in dem sich der Student der Agrarwissenschaften seinerzeit befand mit all seinen historischen und persönlichen Bezügen geschildert. Gerade sein ursprüngliches Verhältnis zum Nationalsozialismus gibt doch zu denken, erleichtert aber durchaus auch eine Annäherung an den Menschen Peter Aufschneiter. In der Folge wird sehr detailreich die wechselvolle Geschichte der Flucht nach Lhasa, später aus Lhasa geschildert. Hier hätte durchaus manches gestrafft werden können. Wahrscheinlich war die Materialfülle die Ursache, dass eine Auswahl schwer erschien und so lieber zu viel des Guten in das Werk aufgenommen worden. Das wird auch deutlich am sehr umfangreichen Anmerkungsapparat. Hier findet sich Etliches, was über eine Quellenangabe weit hinausgeht. Vom wissenschaftlichen Standpunkt aus mag das schön sein; dem Unterhaltung suchenden Leser erschwert es die Lesbarkeit. Hilfreich ist es in jedem Fall, die Routen, die Aufschneiter zurücklegte, parallel im aufgeschlagenen Atlas anzusehen. Hinterher hat man jedenfalls eine recht exakte Vorstellung, wie weitläufig Tibet ist. Schön zu lesen ist, wie es Aufschneiter gelingt, nach der Besetzung Tibets durch die Chinesen in Nepal Fuß zu fassen. Dafür verzichtet er sogar zeitweise auf seine österreichische Staatsangehörigkeit, die er später auf sehr umständliche Art und Weise wieder erlangt. Sein von zwiespältiges Verhältnis zu Heinrich Harrer bleibt immer auch Thema. Ob es am Schluss schlichtweg Neid auf dessen Veröffentlichungerfolge ist, der eine Versöhnung verhindert oder ob dies schlichtweg dem Gesundheitszustand Aufschneiters zuzuschreiben ist?

    Schön an dem Zeit und Muße zum Schmökern fordernden Buch ist jedenfalls, dass im Anhang u.a. kurze Abrisse über den Staat Tibet und den Buddhismus enthalten sind. Das erleichtert das Verständnis und die Lektüre an der einen oder anderen Stelle durchaus.
    Insgesamt eine sehr umfangreiche Aufarbeitung des Lebensweges einer bemerkenswerten Person. Zeit zum Lesen sollte man freilich angesichts des Umfangs schon einplanen.

    Buchbesprechung im alpinen Forum von Alpic.net von Gipfelsammler Claus

  • lawine. Das Praxis-Handbuch von Rudi Mair; Patrick Nairz

    Vor knapp sieben Jahren habe ich bereits eine Rezession zu diesem Buch veröffentlicht.

    Inzwischen liegt die völlig neue überarbeitete Auflage vor. Meine Empfehlung zur ersten Auflage bleibt voll und ganz bestehen. Meine Betrachtungen beschäftigen sich bevorzugt mit den Unterschieden zur vorherigen Auflage, nicht zu dem, was bereits vor sieben Jahren gesagt wurde...


    Zitat: "Wir können also gespannt sein, ob sich die Gefahrenmuster international so durchsetzen, wie die 5 Gefahrenstufen oder die bayerische Matrix."


    Die zehn Gefahrenmuster haben sich nicht international durchgesetzt , so die die Bayerische Matrix, die nun in modifizierter Form unter dem Namen EAWS-Matrix bekannt ist und über all in Europa zur Anwendung kommt.

    Dafür wurden in Europa die 5 Probleme einheitlich eingeführt und kommen in den Lageberichten auch mit entsprechenden Piktogrammen vor.

    Die zehn Gefahrenmuster haben sich sich zu der Vorauflage leicht geändert. Sie lauten nun:

    gm 1 bodennahe Schwachschicht
    gm 2 Gleitschnee
    gm 3 Regen
    gm 4 kalt auf warm/warm auf kalt
    gm 5 Schnee nach langer Kälteperiode
    gm 6 lockerer Schnee und Wind
    gm 7 schneearm neben schneereich
    gm 8 eingeschneiter Oberflächenreif
    gm 9 eingeschneiter Graupel
    gm 10 Frühjahrssituation


    Ausführlich wird auf die zeitliche und räumliche Verteilung der Gefahrenmuster eingegangen. Eingrenzend möchte ich dazu anmerken, dass das so natürlich nur in den Alpen, insbesondere den Ostalpen gilt, sich aber etwas abgewandelt auf andere Gebirge übertragen lässt.

    Gut auch, dass auf die Unterscheidung zwischen Gefahrenmustern und Lawinenproblemen eingegangen wird (Seiten 19f, 41)

    Es folgen ausführlich analysierte Beispiele zu jedem Gefahrenmuster. Andere, und meiner Ansicht nach besser aufbereitet als in der ersten Auflage.

    Fazit:
    Wer die erste Auflage besitzt, der muss das neue Buch nicht unbedingt kaufen. Er findet die geänderten Informationen vielfach auch auf der neue gestalteten Seite des tiroler Lageberichts. Wer noch kein entsprechendes Buch in seinem Regal stehen hat und im winterlichen Gebirge unterweg ist, für den ist das aktuelle Werk eine Pflichtlektüre.

    (Buchbesprechung von Kristian im Forum von Alpic.net vom 09.12.2018)